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Gelungene Bundesfeier

Kreuzlingen – Der Quartierverein Egelshofen hat die diesjährige Bundesfeier im Schützenhaus Fohrenhölzli organisiert. Insgesamt 38 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz und begrüssten zahlreiche Gäste.

Schon am Nachmittag war Musik und das fröhliche Quietschen von Kindern bis zum Fusse des Berges zu hören. Familien besuchten den Bauernhof der Familie Neuweiler und genossen Kaffee und Kuchen. Zudem gab es einige Herausforderungen für die Kleinen zu bewältigen. Insgesamt 38 Freiwillige vom Quartierverein Engelshofen bedienten die hungrige Meute, immer mit einem Lächeln. Die Festwirtschaft im Schützenhaus Fohrenhölzli liess auch in kulinarischer Hinsicht keine Wünsche offen. Während die Berner Jodler aus Kreuzlingen die Gäste mit verschiedenen Stücken unterhielten, konnten Jung und Alt zusammenkommen und alte Bekanntschaften auffrischen.

Begleitet durch die Jugendmusik Kreuzlingen bestieg Rainer Keller, Präsident des Quartiervereins Egelshofen, das Podium. Er begrüsste die zahlreichen Gäste am «schönsten Ort unserer Stadt» und bedankte sich bei allen für ihr Kommen und stellte die vier Quartiervereine kurz vor, welche sich immer über Freiwillige und Spender freuen. Mit grossem Applaus wurden traditionell der Schweizerpsalm und das Thurgauerlied angestimmt, «auf das die Schwaben uns auch noch hören».

Emotionen beim Thurgauer Lied
Neben Nationalrat Christian Lohr waren auch einige Stadträte anwesend. Nicht wenige Tränen glitzerten in den Augen, vor allem in denen der Älteren, während die letzten Töne verklangen. Die Glocken der Kirchen von Kreuzlingen verhallten ebenfalls im Hintergrund.

Nach einer kleinen Unterbrechung nahm einer der Ehrengäste des Abends, Nationalrat Markus Hausammann, das Podium in Beschlag. «Die Schweiz ist eine Erfolgsstory», begann er seine Rede. Wichtig sei in der jetzigen Zeit, nicht den Blick für die Dinge zu verlieren, die wir als selbstverständlich erachten. Vor allem aber sei es im Licht des Klimawandels und der «Fridays for Future»-Bewegung wichtig die Eigenverantwortung eins jeden zu beachten. Er kritisierte zudem einige seiner Amtskollegen stark für ihren unverantwortlichen Umgang mit Ressourcen, als Bauer aus Leidenschaft sei es ihm wichtig, dass man «die Schuld nicht immer in der Industrie suche», sondern auch der Verbraucher sich über seine Eigenverantwortung im Klaren sein muss.

Kinder liebten Lampionumzug
Nach der Verleihung des Prix Kreuzlingen kam der Zeitpunkt, auf den die ungeduldigen Kinder gewartet hatten. Der Quartierverein verteilte Lampions mit Schweizer Wappen an die anwesenden Kinder, bevor sie angeführt von Elisabeth Lindbrunner durch die dunkle Nacht zogen. Pünktlich zur Entzündung des Funkens kamen die Lampions wieder in Sicht. Um 22 Uhr erhellte das Feuer zusammen mit dem in der ganzen Schweiz gezündeten Feuerwerk den Nachthimmel.

Präsident Keller zeigte sich mit der Veranstaltung mehr als zufrieden. Für die vielen Freiwilligen war der Abend damit aber noch nicht vorbei, schliesslich musste das Schützenhaus wieder in den alten Zustand gebracht werden.

Von Ann-Marie Köhn

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Ein Gedanke zu „Gelungene Bundesfeier

  1. Bruno Neidhart

    Die illustren Sängerinnen und Sänger vom Fohrenhölzli hätten in der Lautstärke noch eine Schippe drauflegen müssen, wären sie im „Schwabenland“ gehört worden. Der unmittelbare Nachbar ist definitiv „badisch“. Ob der tränenreiche Gesang überhaupt grenzüberschreitend zu hören war, etwa beim Lago, ist nicht überliefert. Eher nein.

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