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Kunstschätze kommen ans Licht

Kreuzlingen – Die neue Sonderausstellung im Museum Rosenegg zeigt Werke aus der Kunstsammlung der Stadt Kreuzlingen. Die Ausstellung ist speziell dem Blick auf Frauen und dem Blick von Frauen in der bildenden Kunst gewidmet.

Haben die Bilder für die Ausstellung ausgesucht: (v.l.) Thomas Meier, Archivar des Kulturgüterschutzraumes, Christiane Höfer von der Kulturkommission und und Yvonne Istas, Leiterin des Museums Rosenegg. (Bild: sb)

In einer ehemaligen Zivilschutzanlage unter dem Schulhaus Seetal lagert die Kunstsammlung der Stadt Kreuzlingen: antike Möbel, aber vor allem Bilder, Stiche, Drucke und Fotografien, die in Spezialregalen hängen oder in Schubladen verstaut wurden. Insgesamt 1100 Quadratmeter wurden mit einer speziellen Heiz-Lüftungsanlage versehen, die für ideale Luftfeuchtigkeit und Temperatur sorgt. Dicke Türen sichern die Schätze. Ihr Wert geht in die Millionen. Auch das Museum Rosenegg und das Seemuseum haben hier Lagerräume bekommen. Die Anlage wurde vor fünf Jahren in Betrieb genommen. Die Stadt selbst besitzt rund 775 Kunstwerke. Wenn sie nicht in den Büros der Stadtverwaltung zu sehen sind, lagern sie hier.

Zeit, einige Werke aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken und einem grösseren Publikum zu zeigen, dachte sich Christiane Höfer von der Kreuzlinger Kunstkommission. Bei Yvonne Istas, der Leiterin des Museums Rosenegg, fiel die Idee auf fruchtbaren Boden. Um aus dem grossen Fundus der Stadt auszuwählen, mussten die Kuratorinnen thematisch vorgehen. Sie haben deswegen nur Kunst von Frauen oder über Frauen ausgewählt. Nun werden etwa 70 Werke von lebenden oder bereits verstorbenen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, darunter Susann Basler, Brigitte Buchholz, Anton Bernardsgrüter, Helen Dahm, Wilhelm Gimmi, Ferdinan Hodler, Doris Naef oder Carl Roesch.

«Frauen wurden in der Kunstgeschichte oft mariginalisiert», nennt Höfert einen Grund für das Ausstellungsthema. «Wir wollen unter anderem interessante Künstlerinnen aus der Region zeigen.»

Die Ausstellung eröffnet am Freitag, 23. August, um 18 Uhr. Finnissage mit einer Führung von Kuratorin Höfert ist am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr. Das Begleitprogramm bietet wieder die beliebten «Auf einen Blick»-Exkursionen mit Museumsleiterin Istas an, die sich dabei mit einem Werk besonders beschäftigt, aber auch eine Velotour und eine Führung durch die gesamte Ausstellung.

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