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Mit Vollgas zum Zmittag

Landschlacht – Zusammen mit Audi Sport lud Mike Rockenfeller, Gewinner der LMP-1-Klasse der Le Mans Series und Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die Presse und Zulieferanten zu einem Mittagessen in die Wirtschaft zum Frohsinn in Landschlacht ein. Unter dem Motto «Do you know ...» will Audi die Person hinter dem Steuer den Menschen näherbringen.

Mike Rockenfeller vor der Wirtschaft zum Frohsinn. (Bild: Patrick Baljak)

Der Mittagstisch ist schön gedeckt und die eingeladenen Personen nehmen daran Platz. Zwischen Salat, Suppe und einer mundenden Hauptspeise erzählt Mike Rockenfeller unbeschwert über die wichtigsten und erwähnenswertesten Etappen seines Lebens.

Vom Kartfahrer zum Profirennfahrer
Von Mitte der 90er-Jahre bis zum Millenium war Rockenfeller im Kartsport unterwegs. Mit dem Sieg der «Jörg van Ommen Kart Serie» ergatterte er sich einen Platz in der unterdessen eingestellten Formel König. In der Serie konnte er sich einmal als Sieger feiern lassen. «Natürlich war ich von Michael Schuhmacher beeindruckt und liebäugelte mit der Formel 1», erzählt der Rennfahrer. «Aber gerade der Rennsport ist in den Anfangsphasen einer Karriere mit sehr hohen Kosten verbunden, die ich nicht aufbringen konnte.» Es lief trotzdem gut für Rockenfeller. 2001, bei einem Sichtungslehrgang für Nachwuchsfahrer von Porsche, erhielt er einen Werksvertrag. Nach dem Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wechselte er 2005 zu Audi. «Es ist in dieser schnelllebigen Branche nicht selbstverständlich, dass ein Sponsor so lange zu einem hält», meint der DTM Fahrer.

Alles oder nichts
Kurz vor der sechsten Teilnahme am Le Mans Rennen 2010, spazierte Rockenfeller wieder einmal von seinem Wohnort Altnau Richtung Kreuzlingen. In Landschlacht entdeckte er ein Haus mit einer sehr grossen Parzelle. «Ich klingelte an der Tür und fragte den Eigentümer, ob er nicht die ungenutzte Fläche verkaufen möchte.» Auf das Verkaufsinteresse hin unterbreitete der Motorsportler dem Hausbesitzer seine Kaufvoraussetzung: «Nur wenn ich das 24-Stunden-Rennen gewinne, erwerbe ich das Bauland.» Der Rennfahrer-Gott hat ihn erhört. Und so begann Ende 2011 der Bau des Hauses, in welchem Rockenfeller seit 2013 wohnt.

Nebst den etwa 22 Wochen, in denen er mit Audi unterwegs ist, startet der Auto-Rennfahrer in den USA mit einer Corvette. «Die Saison in Amerika startet jeweils im Januar, so kann ich auch gleich ein wenig den Winter überbrücken», sagt Rockenfeller lächelnd. Das Wohnen in der Schweiz ist aber alles andere als eine Zwischenlösung für ihn. Er fühlt sich sehr wohl hier und schätzt die Ordentlichkeit, Sauberkeit und natürlich die niedrigeren Steuern im Vergleich zu Deutschland. Deshalb hat er vor Kurzem den Einbürgerungstest absolviert. Drücken wir ihm die Daumen, dass alles gut ging.

Noch ein paar Träume
«Mit 35 Jahren gehöre ich nicht mehr zu den Jungen in dieser Branche. Gegen einen Vertrag für weitere drei bis acht Jahre mit Audi hätte ich nichts einzuwenden», sagt der passionierte Rennfahrer über die Zukunft. Ein Leben danach, ohne im Cockpit zu sitzen, kann er sich gut vorstellen. Ganz vom Motorsport will er sich dann doch nicht verabschieden. «Ein lang gehegter Wunsch ist die Teilnahme an der Dakar Rallye, eines der letzten Abenteuer.»

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