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Die Festwiese soll weiterhin ein Parkplatz sein?

Leserbrief – Barbara Hummel aus Kreuzlingen appelliert an die Stimmbürger und bittet beim Bekenntnis zum Stadthaus auf der Festwiese zu bleiben.

(Bild: archiv)

Was für ein Demokratieverständnis und das als Gemeinderäte! Es gibt einen gültigen Volksentscheid für den Bau des Stadthauses auf der Festwiese. Daran gibt es nichts zu rütteln. Es war noch nie deine Stärke, Jost Rüegg, Volksentscheide zu akzeptieren, wenn sie nicht nach deinem Gusto ausgegangen sind. Um dann ein Projekt zu torpedieren, dafür ist dir jedes Mittel recht, und ganz perfide willst du das auch noch als «Chance» für den Stadtrat verkaufen. Das ganze Baubewilligungsverfahren wäre ohne diese unsinnige Opposition längst über die Bühne auch mit Überlänge. Wer keine Fehler macht werfe den ersten Stein …

Wahnsinnig erstaunt mich aber, dass du, Guido Leutenegger, zum Komitee zur Freihaltung der Festwiese gehörst. Ist es nicht vielmehr so, dass ein gewisser Stadtrat Guido Leutenegger, damals Bauminister, im Jahr 2000 genau diesen Standort für ein neues Stadthaus überhaupt erst ins Spiel gebracht hat? Damals hat dir der Standort noch gut gefallen, du hast sogar ein Projekt präsentiert! Ist das nun Gedächtnisschwund oder das Motto «was interessiert mich mein Geschwätz von gestern»?

Es ist ein gutes Stadthaus Projekt und die Umgebung wird nachher sehr viel mehr Aufwertung erfahren als mit dem jetzigen Parkplatz. Oder ist dieser etwa unserer St. Ulrich Kirche würdig?? Ich kann nur an die Stimmbürgerschaft appellieren: Bleiben Sie bei ihrem damaligen Bekenntnis zum Stadthaus und unterschreiben Sie diese «Totengräber und Steuergeldverschleuder»-Initiative» nicht.

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3 thoughts on “Die Festwiese soll weiterhin ein Parkplatz sein?

  1. Bruno Neidhart

    Geehrte Frau Barbara Hummel! Wer spricht denn von: „……weiterhin ein Parkplatz“? Sie wissen persönlich – oder sollten es nun bereits wissen, dass die ganze Festwiese „Grün“ bliebe – attraktiv gestaltet für die Öffentlichkeit. Denn „Ihre Parkplätze“ werden hier so oder so in den Untergrund wandern. Es geht also stringent um die Belegung eines städtischen Grünraums durch einen flächen- und längenmässig überdimensionierten Bau, der dort schon nach Baugesetz nicht stehen dürfte. Es sei denn, man ändert im nachhinein einfach mal was ab und überrascht damit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Und hoffentlich nicht nur diejenige Hälfte, die schon grundsächlich gegen das Projekt stimmte, sondern auch die befürwortende. Beiden Hälften wurde wohl etwas vorenthalten, das sie nun persönlich, Frau Hummel, einfach mal so mir nichts dir nichts „auch mit Überlänge über die Bühne“ gebracht sehen möchten. So geht es genau nicht. Daher sind welche, die nun versuchen, dem Ganzen doch noch eine positive Wendung zu geben, weder „Totengräber“, noch „Steuergeldverschwender“, sofern sie sich an die demokratischen Möglichkeiten halten, die ihnen die Gesetzeslage bietet. Und davon ist auszugehen. Solche Möglichkeiten sind immer dann sinnvoll angewendet, wenn in einem Gemeinwesen – typischerweise oft im nachinein betrachtet – etwas „grottenschief“ zu drohen läuft. Konkret hat im vorliegenden Fall eine nachträgliche Intervention auch sehr viel mit „urbaner Stadtlandschaft“ zu tun, die man sich – im wörtlichen Sinn – nicht „verbaut“ sehen möchte. Es sind mehrere Aspekte, die in dieser komplexen Angelegenheit verborgen liegen – auch stark stadtemotional und/oder stadtkulturell geprägte. Alles nochmals neu zu bewerten, um schliesslich daraus eine sinnmachende Folgerung zu ziehen, kann auch in Ihrem Sinn sein – Frau Hummel (auch ohne gezielte persönliche Attakten! – Ist ein anderes Feld).

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  2. Hummel Barbara

    Grüezi Herr Neidhart
    Wie kommen Sie darauf, dass die Autos in den Untergrund kommen? Ja wohin denn? Ausser dem vom Volk bewilligten Projekt Tiefgarage mit Stadthaus gibt es kein bewilligtes Parkhaus in Kreuzlingen und dieses Projekt will man ja mit der Initiative versenken…

    Und meine „Attacken“ können Sie ruhig mir überlassen. Ich rede lediglich Klartext.

    Freundliche Grüsse

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  3. Bruno Neidhart

    Es geht der Initiative, wie ich das verstehe, Frau Hummel, um das „überirdische“ Stadthausprojekt im Rahmen einer umschriebenen, differenzierten Problemstellung, wie sie sich nun im nachhinein zum Schaden der Stadt abzeichnen könnte. Ein „unterirdisches“ Parkhaus ist selbstverständlich solitär machbar (privat erstellt oder privat betrieben?), sofern „das Volk“ eine diesbezügliche Anlage unter einer frei gelassenen Festwiese als sinnvoll erkennen sollte.

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