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Es ist nie zu spät für eine bessere Lösung

Kreuzlingen – Peter Forster aus Kreuzlingen findet nie zu spät, ein schlechtes Projekt durch ein besseres zu ersetzen.

(Bild: archiv)

Es ist nie zu spät, ein schlechtes Projekt durch ein besseres zu ersetzen. So auch knappe Abstimmungen zu wiederholen, um ein besseres Resultat zu bekommen (Frauenstimmrecht und so weiter) Das ist legitim und hat nichts mit «Zwängerei» zu tun.

Auch ich habe damals für das Projekt Stadthaus gestimmt, allerdings nicht aus Überzeugung und auch nicht weil ich ein Freund guter DDR-Architektur bin …., vielmehr um den städtischen Angestellten endlich zu besseren Arbeitsbedingungen zu verhelfen. Wenn sich nun aber weitere Verzögerungen und damit verbundene Mehrkosten zufolge Einsprachen und Bewilligungsverfahren einstellen, so sollten wir die Gelegenheit benützen, um ein besseres Projekt zu ermöglichen.

Da bemängelt man seit Jahren, Kreuzlingen hätte kein wirkliches Zentrum, verpasst aber mit einem Neubau die Gelegenheit dem entscheidend entgegen zu wirken. Ein markanter Hochbau am Boulevard, verbunden mit einer Tiefgarage unter der Festwiese, würde nicht nur die Attraktivität der umliegenden Geschäfte steigern, dieser würde auch einen guten städtebaulichen Akzent setzen zwischen der schönen Klosterkirche und dem unsäglich Hochhaus weiter nördlich.

Ein so knappes Ergebnis wie die damalige Abstimmung ist zwar rechtlich gültig, zeigt aber auch überdeutlich, wie unzufrieden die Wähler damals schon mit dem vorgeschlagenen Projekt waren, ja vielleicht einzig ein Ja in die Urne legten um endlich eine Lösung des jahrelangen Vorhabens zu ermöglichen.

Niemand kann heute benennen, wann das derzeitige Projekt einmal fertig gebaut ist und schon gar nicht, was dieses einmal kosten wird. Genau so wie bei einem neuen und hoffentlich besseren Projekt im Zentrum von Kreuzlingen. Somit finde ich es richtig und angebracht jetzt über eine Alternative nachzudenken und zu befinden.

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One thought on “Es ist nie zu spät für eine bessere Lösung

  1. Bruno Neidhart

    Dass Sie einstmal für das Projekt stimmten, Herr Peter Forster, sei Ihnen verziehen! Wahrscheinlich liegen Sie mit der Bemerkung ziemlich richtig, dass ettliche der Wählerinnen und Wähler nur zustimmten, um „…endlich eine Lösung des jahrelangen Vorhabens zu ermöglich“. Dies überdeckte somit die Ur-Frage, ob es überhaupt Sinn machen könnte, hier zu bauen. Die damals bekannten baurechtlichen Widerstände indes spielten noch keine Rolle, da eine volle Transparenz in der Sache (noch) nicht gegeben war.

    Ein Wort zum „….unsäglichen Hochhaus weiter nördlich“: Es waren – wie ich mich zu erinner glaube – drei Ihrer „Unsäglichen“ vorgesehen. Dann verpuffte etwas. Um nun diesen Solitär zu retten, müsste er begrifflich vielleicht als „Kreuzlinger Turm“ weiterentwickelt werden (mit z.B. einer Aussichtsplattform, einem Restaurant). Dies gäbe dem „Unsäglichen“ eine neue Bestimmung im Bodenseeumfeld. Und das mit einem Stadthochhaus ist als Möglichkeit einer Zentrumsbelebung gut angedacht. Wobei dieser Bau, wie Sie beschreiben, durchaus als Bindeglied zum Merkmal Klosterkirche eine wichtige urbane Funktion übernehmen könnte.

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