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Erfolgsgeschichte Trösch soll weitergehen

Kreuzlingen – Am 1. April 2017 hat das Begegnungszentrum Trösch am Boulevard eröffnet. Seitdem treffen sich hier die Kreuzlinger und Vereine oder Privatpersonen können die Räume für ihre Zwecke nutzen – ein beliebtes Angebot. Jetzt beantragt der Stadtrat einen jährlichen Betrag von 175’000 Franken auf zehn Jahre, um das Projekt wie gewohnt weiterführen zu können.

Die Geschwister Monika und Christof Roell mit Stadtpräsident Thomas Niederberger (2.v.r.) und Stadträtin Dorean Raggenbass vor dem Trösch

Kreuzlingen. «Im vergangenen Jahr gab es rund 1000 Nutzungen», berichtete Stadträtin Dorena Raggenbass an der Pressekonferenz im Vorfeld der Gemeinderatssitzung. Egal ob es sich um die Vorstandssitzung von einem der unzähligen Kreuzlinger Vereine handelt oder jemand einfach einen privaten Geburtstags-Apéro mit Musik auf der Dachterrasse veranstalten will – das Team im Trösch macht’s möglich. Auch wiederkehrende Veranstaltungen gehören zum Programm, wie die Treffen der Freiwilligenbörse oder das Repair-Café und natürlich sehr viele kulturelle Veranstaltungen.

«Früher gab es in Kreuzlingen sehr viele Beizen. Dort konnte man sich im Hinterzimmer treffen. Leider ist das heute nicht mehr so», erklärt Stadträtin Dorena Raggenbass den Erfolg des Tröschs. Die entstandene Lücke füllt das Trösch.

Angefangen hatte es damals mit der Idee von Monika und Christoph Roell, ein Haus als Begegnungszentrum zu bauen. Die Stadt war begeistert von der Idee. Am Bedarf bestand kein Zweifel, und die Geschwister überliessen der Stadt das Haus unentgeltlich. 2016 genehmigte der Kreuzlinger Gemeinderat für den Betrieb die jährliche Summe von 90’000 Franken für fünf Jahre.

Seit der Eröffnung sind die Belegungszahlen kontinuierlich angestiegen. Erfreulich ist, dass sich die Projekte und Angebote gehäuft haben, die auf Eigeninitiative der Besucherinnen und Besucher zurückzuführen sind.

Notbremse gezogen
Doch der Betrieb lässt sich ohne eine Änderung der Organisationsstruktur nicht mehr aufrechterhalten, sagt Stadträtin Raggenbass. Die Mitarbeitenden des Departments Gesellschaft, welche mehr oder weniger Zeit in das Projekt investierten, kamen an ihre Grenzen. In der Rechnung des Tröschs tauchte ihre Arbeit gar nicht auf: Im Grunde habe die Stadt eine «Schattenrechnung» geführt und konnte nur deswegen mit den bewilligten Subventionen haushalten, sagt Raggenbass.

Deswegen ist nun, weiterhin mit der Stadt als Trägerschaft, eine beinahe Verdopplung des städtischen Beitrags beantragt: 175’000 Franken für die nächsten zehn Jahre.

Neu angestellt werden soll ein Betriebsleiter im 80-Prozent-Pensum, der sich um die Administration und Projekte kümmert. Auch für den Hauswart ist eine Erhöhung von 10 auf 40 Prozent geplant. «Der Hauswart kann dann zusätzlich als Springer dienen oder sich um das Schiesser Areal kümmern», beschrieb Stadträtin Raggenbass synergetische Nebeneffekte des Personalausbaus im Trösch.

Die Mitarbeitenden des Departments Gesellschaft können sich dann zurückziehen. «Nur dank ihres riesen Efforts funktionierte der Betrieb überhaupt so, wie wir ihn kennen und schätzen», lobte Stadtpräsident Thomas Niederberger das Herzblut, welches die Verwaltungsmitarbeitenden ins Projekt gesteckt haben. «Jetzt ist es aber Zeit, das Trösch auf sichere Beine stellen.»

Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat über das Geschäft. In der vorberatenden Kommission traf der Stadtrat bereits auf offenen Türen und durfte ein einstimmiges Ja verbuchen, wie man hört.

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