/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Bezahlen die «Freunde der Festwiese» die aufgelaufenen Planungskosten von 1,5 Millionen Franken?

Leserbrief – Roland und Pia Alber aus Kreuzlingen halten am aktuellen Projekt des Stadthauses fest.

(Bild: pixelio)

Die bisherige Planung hat uns Steuerzahler 1,5 Millionen Franken gekostet. Würde der Bau das Stadthaus auf der Festwiese fallen gelassen, wäre dieses Geld unwiederbringlich verloren! Alles müsste neu aufgegleist werden und die gleichen Kosten entstünden noch einmal. Anderer Meinung darf man in einem demokratischen Land immer sein, doch ist es in diesem Fall einfach zu spät!

Die Initianten «Freunde der Festwiese» bezeichnen das geplante Stadthaus als «Klotz». Unter Klotz ist aber ein würfelähnliches Gebilde zu verstehen. Der lange und schlanke Neubau wirkt da eher filigran. Er wird in Richtung Dreispitz-Halle zurückgesetzt, so dass davor die Festwiese erhalten und die Sicht auf die Basilika frei bleibt, weshalb nota bene auch der Heimatschutz dieses Projekt durchgewunken hat. Und wegen der «sentimentalen Aufschreie» zweier Komiteemitglieder: In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Kreuzlingen etliche erhaltenswerte Bauten abgerissen und durch «Klötze» ersetzt. Wo waren dann die «alteingesessener Kreuzlinger» mit ihren «emotionalen Bindungen»?

Fazit: Die Unterschriftensammlung hat eine neue Volksabstimmung zur Folge, kostet den Steuerzahler weiter 1,5 Millionen Franken und verzögert das Projekt wieder um etliche Jahre. Es fragt sich auch, ob der An- und Umbau des bestehenden Stadthauses in westliche Richtung mit dem Abbruch bestehender Bauten nicht noch teurer zu stehen kommt, als das vom Stimmbürger angenommene Projekt auf der Festwiese.

Wir halten am Bau des Stadthauses auf der Festwiese fest und empfehlen den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Initiative der «Freunde der Festwiese» nicht zu unterschreiben!

Share Button

One thought on “Bezahlen die «Freunde der Festwiese» die aufgelaufenen Planungskosten von 1,5 Millionen Franken?

  1. Bruno Neidhart

    Wie es scheint, hat die Stadtbehörde immer weiter geplant, obwohl baurechtliche Bedenken bestanden. Dass damit einige Kosten entstanden sind – mittlerweile wurde sicherheitshalber die Planung gestoppt! -, kann man den „Freunden der Festwiese“ nun wahrlich nicht in den Korb schieben. Zumal die angesprochenen „Bedenken“ (besonders eventuelle Konsequenzen daraus) den Abstimmenden wohl nicht transparent genug vermittelt wurden. Es geht somit nicht um „Klotz“ oder „eher filigran“ – Pia und Roland Alber! Es geht um Grundsätzlicheres: Hätte hier überhaupt so geplant werden dürfen? Ich weiss es nicht. Das müssen andere entscheiden. Einsprachen liegen anscheinend diesbezüglich vor. Dass überhaupt mal nur der Gedanke aufkam, diese historische Stadtwiese grossflächig überbauen zu wollen, ist dann noch eine ganz andere Geschichte. Die grundlegenden Bedenken des Heimatschutzes waren von Anfang an erkennbar. Sie begannen bereits bei der „phänomenalen Planung“ des Hauses direkt in der historischen Dreispitz-Parkanlage. Auf so was muss zuerst mal einer/eine kommen! Letztlich meinte man, der Stadt kein Bein stellen zu können und suchte unsicher-beschönigend in einem 111-Meter-Kompromiss sein Heil, wohl wissend, dem Ensembleschutz damit einen Bärendienst zu erweisen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.