/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

«Guter Zeitpunkt, um loszulegen»

Kreuzlingen – SP-Gemeinderätin Kathrin Wittgen begründete an der vergangenen Gemeinderatssitzung die parteiübergreifend eingereichte Motion gegen das Artensterben. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt, um die darin enthaltenen Forderungen umzusetzen: Der Kanton unterstützt Gemeinden, die Grün- und Freiflächen ökologisch aufwerten wollen.

Kathrin Wittgen, SP. (Bild: Archiv)

Mit Statistiken über das Artensterben zeichnete SP-Gemeinderätin Katrin Wittgen ein düsteres Bild. Beispielsweise gehören 40 Prozent der Insekten in der Schweiz zu den gefährdeten Arten, um nur einen Punkt zu nennen. «Es besteht Handlungsbedarf», schlussfolgerte sie.

In der im Juli eingereichten Motion (wir berichteten) wird der Stadtrat aufgefordert, Massnahmen umzusetzen, um Gebäude, Grün- und Landwirtschaftsflächen im Besitz der Stadt naturnah aufzuwerten. Als gutes Beispiel führte Wittgen die Wildheckenpflanzung an der Weiherstrasse mit entsprechender Weiterbildung der Hauswarte an. Damit hat die Stadtregierung bewiesen, dass entsprechende Forderungen hier wahrscheinlich nicht auf taube Ohren stossen werden. Wittgen lobte auch den Stand der Stadt an der GEWA, an dem Privatpersonen bei der Gestaltung ihrer Balkone und Gärten beraten wurden.

Jetzt sei es an der Zeit, weitere Schritte in dieser Richtung zu unternehmen, so Wittgen. Denn mit der Initiative «Vorteil naturnah» möchte der Kanton Gemeinden dabei unterstützen, Grünflächen ökologisch aufzuwerten. Ein Pilotprojekt in Eschlikon und Sirnach sei bereits erfolgreich gestartet. Dort werden Gebiete, die verbesserungswürdig sind, systematisch erfasst, und Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung aufgezeigt, beispielsweise die Umwandelung eintöniger Rasenflächen in exotische Blumenflächen oder die Pflanzung einheimischer statt exotischer Hecken. Bei der Erarbeitung von Grundlagenpapieren und der Finanzierung von Massnahmen beteilige sich der Kanton mit 50 Prozent, auf Basis einer Leistungsvereinbarung. «All dies wäre für Kreuzlingen wünschenswert», so Wittgen.

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