/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Musste Meinung nicht ändern

Leserbrief – Die wiederholten Aussagen von Barbara Hummel, dass ich meine Meinung zum Standort des Stadthauses auf der Festwiese geändert hätte, blenden wesentliche Sachverhalte völlig aus.

{Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Im Jahr 2000 waren wir auf der Bauverwaltung hauptsächlich damit beschäftigt das Rathaus umzubauen. Nach über 20 Jahren hatte das Volk erstmals einer Hochbauvorlage zugestimmt. Das war eine große Freude aber auch eine Verpflichtung den Umbau und die Renovation gut abzuschliessen.

Gleichzeitig wurde die Abstimmung für die Realisierung des Stadtsaales auf dem Löwenareal vorbereitet. Obwohl ich sehr für diese Vorlage gekämpft habe, ging diese verloren. Daraufhin hat mich der damalige Schulpräsident, Jürg Schenkel, kontaktiert und den Vorschlag gemacht, im unteren Teil der Festwiese ein gemeinsames Werk Stadt und Schule zu realisieren. Im Nachhinein eine grandiose Idee! Mit der Annahme der Volksabstimmung im Juni 2002 (Stadtsaal/Dreifachturnhalle) hat Kreuzlingen eine wunderbare Entscheidung getroffen, die wohl auch heute niemand bereut. Für mich persönlich waren mit dem Bau des Dreispitz eigentlich alle früheren Gedankenspiele aus den Jahren 2000 und 2001 zu einem Standort Stadthaus auf der Festwiese obsolet.

In dieser Frage musste ich meine Meinung nicht ändern, sondern ich musste sie nur den völlig veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Stadthaus und Dreispitz auf der Festwiese….das verträgt sich einfach nicht!

Guido Leutenegger Gemeinderat Kreuzlingen

Share Button

One thought on “Musste Meinung nicht ändern

  1. Bruno Neidhart

    Na ja, „Stadtsaal/Dreifachturnhalle“ ist sicher kein architektonisches Meisterstück: Wenig bis Null- (Tages-) Licht und viel grauer, „schwerfälliger“ Beton besonders im Sportbereich, grau und kastenförmig das Ganze aussen (immerhin nächtlich hübsch übertünkt durch farbiges Licht) . Das Beste am spröden Bau ist sein (einigermassen) „Abducken“, um die vorgelagerte Stadtszenerie „denkmalgeschütztes Enseble Freiblick Festwiese-Klosterkirche“ nicht zu beeinträchtigen. Diese gestellte Vorgabe mag teilweise das kritisch angemerkte Innere des Baus mit hervorgerufen haben (wäre aber sicher ästhetischer zu lösen gewesen). Nun steht mal der Bau und hat seine Funktion zu erfüllen. Noch immer wenig Funktion hat indes die Lücke des ehemaligen Löwensaals auszufüllen. Inmitten der Stadt. Eine endlose Geschichte?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.