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«Wir erwarten eine Reaktion»

Kreuzlingen – Von einer Einheitsgemeinde (aus Politischer und Schulgemeinde) verspricht sich die Freie Liste parlamentarische Kontrolle über die Vorgänge in der Kreuzlinger Schule. In der Beantwortung der diesbezüglichen Schriftlichen Anfrage erteilte der Stadtrat dem aber eine Absage. FL-Gemeinderat Daniel Moos nimmt die Schule dennoch in die Pflicht.

(Bild: Archiv)

«Es gibt eine gute bis sehr gute Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen», pflichtete FL-Gemeinderat Daniel Moos am Donnerstag vor einer Woche den Worten des Stadtrats bei. Als Beispiele hatte dieser in seiner Beantwortung der Schriftlichen Anfrage unter anderem Projekte wie die Schule mit Tagesstruktur oder den Aus- und Umbau des Schwimmbads Egelsee genannt. Erwähnt wurde auch der regelmässige Austausch zwischen Stadtpräsident und Schulpräsidentin.

Trotz möglicher Synergien, welche eine Einheitsgemeinde biete, setzt der Stadtrat auf das in seinen Augen gut funktionierende aktuelle Modell.

Die Freie Liste hätte indes mehr Handlungsspielraum. Moos spielte beispielsweise auf die fehlende Möglichkeit an, sich als Volksvertreter Gehör bei den Schulbehörden zu verschaffen oder deren Arbeit parlamentarisch zu kontrollieren. Angesichts des riesigen Immobilien-Portfolios im Wert von rund 150 Millionen Franken sei dies eigentlich ein Unding, so Moos. Er macht ausserdem organisatorische Defizite in den Schulbehörden aus. «Warum sind beim Bau und der Planung der Kreuzlinger Kindergärten meist die gleichen Firmen involviert?», sprach er zudem den heiklen Bereich der Mauschelei an – ein Bereich, in dem der Steuerzahler das Recht auf vollständige Transparenz habe.

Auf die von der Administrativ-Untersuchung im Zuge der Zweifel-Affäre genannten Defizite in den Schulbehörden erwartet die Freie Liste darum «eine Reaktion». Die Behörden müssen laut Moos das Vertrauen wieder herstellen. «Wir werden auf jeden Fall am Thema dranbleiben», versprach er.

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