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Ich wähle nur effiziente Personen

Leserbrief – Hans-Peter Neuweiler aus Ermatingen macht sich stark für Ständeratskandidaten Jakob Stark.

(Bild: pixelio)

Dieses Jahr hat sich eine Rekordzahl von Bisherigen und Neuen Kandidaten zur Wahl in den Nationalrat oder Ständerat angemeldet – Frage bleibt – ob nebst dem Willen bei den Kandidaten auch die absolut notwendige Qualifikation vorhanden ist. Was nützen Proleten, Schreier oder Grosstuer – wenn sie denn dank viel Geld und ideologischen Unterstützern (versehentlich) in eine der beiden Nationalen Kammern gewählt werden? Was wir brauchen sind fundierte Schaffer, die dank einem grossen Netzwerk – auch bei anderen Parteien – verwurzelt sind und dank Kompetenz auch als Gesprächspartner akzeptiert werden.
Bei den Kandidaten zur Wahl als neuer Ständerat/Ständerätin habe ich berechtigte Zweifel, ob dies mehrheitlich der Fall ist. Vielleicht hat Gabriela Coray aus Berg wirklich viel Willen – aber ihr Netzwerk und damit ihr Wirkungsgrad dürfte sehr bescheiden sein. Kurt Egger von den «Grünen» bewirbt auf der Homepage seine Firma, die im Thurgau Dienste im Energiebereich anbietet – peinlich nur, dass das übergeordnete Bild ein bekanntes Bauwerk im Kanton Schaffhausen ist – das illustriert mehr als viele Worte die Dossier-Kenntnisse des Kandidaten. Nina Schläfli dürfte als ehemalige Präsidentin der JUSO TG stark polarisierend und auf Sozialausgaben fixiert sein – und ob dies einer prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung förderlich ist bezweifle ich stark. Kommt noch der «Grüne Fisch» aus der schönsten Ortschaft im Kanton – sollen er und seine Wähler sich doch ruhig auf Ottoberg konzentrieren. Etwas zweifelhaft seine Aussage, dass er am liebsten sowohl als National- wie Ständerat gewählt werden möchte.

Da beschränkt sich mein erklärter Favorit Jakob Stark lieber auf stilles und seriöses Schaffen, auf bilden und durchsetzen von Kompromissen, auf eine für die Schweiz erfolgreiche Politik in der Zukunft – denn unsere Kinder und Nachfahren wollen auch dann noch vom Erfolgsmodell Schweiz profitieren.

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2 thoughts on “Ich wähle nur effiziente Personen

  1. Frischknecht Ernst

    Nachtrag:
    Herr H. P. Neuweiler hat bei seinem Rundumschlag leider vergessen, dass er ein aktives SVP-Mitglied ist und im Unterstützungskomitee seines hochgelobten Kandidaten ist.

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  2. schiesser

    Welche Überraschung – ein SVP-Mitglied unterstützt den SVP-Ständeratskandidaten! Frei nach der diesjährigen SVP-Devise, auf jedeN MitbewerberIn einzuprügeln, der/die einem gerade über den Weg läuft – ich erinnere da mal „Würmer“ in Äpfeln – wird auch hier von Hans-Peter Neuweiler vorgegangen. Hat es ein kandidierender SVP-Regierungsrat wirklich nötig, seine KonkurrentInnen als „Proleten, Schreier oder Grosstuer“ bezeichnen zu lassen, die „dank viel Geld und ideologischen Unterstützern (versehentlich) in eine der beiden Nationalen Kammern gewählt werden“? Und den WählerInnen der Gegenkandidaten bzw. -kandidatin dann auch gleich noch zu bescheinigen zu lassen, sie seien zu doof, um zu wissen, wen sie wählen? Wie könnte es denn sonst sein, dass diese Nicht-SVP-Kandidierenden „aus Versehen“ gewählt werden? Schon mal auf die Idee gekommen, Hans-Peter Neuweiler, dass das, gar kein „Versehen“ sondern Absicht ist? Angesichts der Tatsache, dass der Thurgau, (dessen Finanz- und Sozialdirektor Ihr bevorzugter Kandidat ist) auch Kinder auf „schwarze Listen“ setzt und ihnen mit der Volljährigkeit dann auch gleich die Rechnung der von den Eltern nicht bezahlten Krankenkassen-Prämien aufs Auge drückt, vertrüge der Kanton durchaus eine Ständerätin Schläfli, die „auf Sozialausgaben fixiert“ wäre. Auch etwas mehr Effort in Umweltfragen, wäre nicht verkehrt – und die SVP ist in der Thurgauer Delegation in Bern eh übervertreten.
    Sind die Juso eigentlich für Sie so etwas wie der „böse schwarze Mann“, mit dem man Kinder erschreckt? Oder wieso sonst verweisen Sie bei Nina Schläfli auf das frühere Amt als Juso-Präsidentin? Ist SP-Präsidentin und Kantonsrätin nicht abschreckend genug – oder wäre damit das Argument hinfällig, nur Ihr Kandidat sei gut vernetzt? Wenn Sie übrigens schon Vergangenes ausgraben wollen: Ihr Kandidat war mal Journalist – die sind doch sonst auch nicht gerade Lieblinge der SVP – sofern sie nicht gerade Köppel heissen.

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