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Nicht enden wollende Geschichte: ein Ausweg?

Leserbrief – Ado Trautmann aus Kreuzlingen findet, dass es ein neues Stadthaus braucht.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Es ist unzweifelhaft festzustellen, dass die Situation zum heutigen Zeitpunkt ziemlich bis sehr zerfahren ist, und wie schon getitelt wurde, die Stadt ist gespalten: ein Teil, der sich am Abstimmungsresultat festbeisst und das jetzige Projekt durchziehen will, und der andere Teil, der die beanstandeten Mängel und die daraus entstandenen und die mit Sicherheit noch entstehenden Rekurse bejaht und das Ganze in Zweifel zieht. Meines Erachtens liegt ein wesentliches Element der Krux darin, dass dem Stimmvolk nie eine Alternative in einer zum Projekt Festwiese vergleichbaren Ausführlichkeit zur Stellungnahme präsentiert worden ist und der daraus entstandene Frust wirkt sich in den heutigen Querelen aus. Mit dem damaligen Ja hat man wohl dem Projekt und dem Standort zugestimmt, wenn auch knapp, aber man hatte ja ausser einem Nein gar keine andere Wahl, und viele der Ja basierten wohl auf dem Wunsch, endlich vorwärts zu machen. Die heutige Situation ist das pure Gegenteil davon.

Die jetzt lancierte Initiative zeigt einen Ausweg. Klar, das Endziel ist, das Projekt auf der Festwiese zu Fall zu bringen, aber so fantastisch das klingen mag, etwas anderes als ein Neubeginn auf zwei Gleisen wird die vorliegende Situation kaum zu einem zeitnahen Ende bringen. Es wird kommen wie zu erwarten ist: Rekurse über Rekurse bis vor Bundesgericht, das heisst es werden noch Jahre vergehen bis zum ersten Spatenstich, und das ist in niemandes Interesse. Wir brauchen ein neues Stadthaus. Das Beispiel eines Neubeginns beim Bauvorhaben Schwimmbad hat gezeigt, dass mit entsprechender Verve und Elan ein derartiges Projekt innert kurzer Zeit abstimmungsreif vorgelegt werden kann, im Nachhinein sei René Zweifel Dank dafür.

Darum, unterschreiben Sie die Initiative, sie will nichts Böses, aber dann soll endlich dem Stimmbürger nebst dem jetzigen verkorksten Projekt eine Alternative zur Auswahl präsentiert werden, doppeltes Ja ausgeschlossen. Dazu eine etwas provokative Frage: Warum nicht an der Marktstrasse markant und so hoch wie zulässig in die Höhe bauen und damit im wirklichen Zentrum einen Blickfang schaffen, ein Down Town Kreuzlingen kreieren? Dann würde vielleicht endlich Leben dorthin kommen! Bis jetzt haben ja alle Bemühungen nicht zu einem sichtbaren Erfolg geführt.

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One thought on “Nicht enden wollende Geschichte: ein Ausweg?

  1. Daniel Moos, Gemeinderat Freie Liste

    Warum sollte es bei einem Projekt an der Marktstrasse keine Rekurse geben? Wie kommt man auf so eine Idee? Schliesslich ist das Gebiet an der Marktstrasse im Gegensatz zur „Festwiese“ dicht besiedelt. Nur schon dieser Umstand erhöht die Anzahl möglicher Rekurse und Einsprachen.

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