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Siegesserie des HSC Kreuzlingen beendet

Handball – Erstmals nach 36 Meisterschaftssiegen in Serie mussten die Kreuzlinger Handballer beim 27:31 im NLB-Derby gegen die SG Yellow/Pfadi Espoirs wieder als Verlierer vom Feld.

Siegesserie des HSC ist beendet. (Bild: Thomas Singler)

Am vierten Spieltag der NLB-Hauptrunde gab Aufsteiger Kreuzlingen erstmals Punkte ab. Die 27:31-Niederlage beim mit sechs NLA-Kaderspielern verstärkten SG Yellow/Pfadi Espoirs war allerdings keinesfalls zwingend. «Die Mannschaft hat einfach mal einen etwas schwächeren Tag eingezogen», analysiert HSCK-Präsident Patrick Müller nüchtern, und fügt hinzu, dass «zu viele Leistungsträger nicht ihr bestes Niveau haben abrufen können.» Dass die Siegesserie in der Nationalliga B irgendwann einmal zu Ende gehen würde, sei man sich bewusst gewesen. Nichtsdestotrotz dürfe man als Aufsteiger mit dem Saisonstart hoch zufrieden sein. Der HSC Kreuzlingen liegt hinter dem ungeschlagenen Leader TV Möhlin (8:0 Punkte) und dem BSV Stans (7:1) mit 6:2 Punkten immer noch auf dem starken dritten Tabellenplatz.

Am nächsten Samstag, 18.00 Uhr, empfängt die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Keller den HS Biel in der Egelseehalle. Die Berner Seeländer sind mit nur einem Punkt aus drei Partien nicht gut gestartet und werden gegen den Aufsteiger bestimmt alles versuchen, ihre Punktebilanz aufzubessern.

Trostlose Atmosphäre
Die Leistung der Kreuzlinger NLB-Handballer passte irgendwie zur trostlosen Stimmung in der Axa-Arena. Gerademal 100 Handballfans verloren sich in der 2000 Zuschauer fassenden topmodernen Sporthalle. Kein Vergleich zur Egelseehalle, in der jeweils 300 bis 400 Fans für eine tolle Atmosphäre sorgen. Da die Spielgemeinschaft Yellow/Pfadi Espoirs ihr Kader gleich mit sechs Spielern aus dem Kader des NLA-Tabellenzweiten Pfadi Winterthur verstärkte, verbesserte die Chancen des HSCK auf ein weiteres Erfolgserlebnis nicht wirklich. Und so kam es denn auch: Die sechs NLA-Kaderspieler zeichneten schliesslich für 27 der 31 Winterthurer Treffer verantwortlich. Beste Werfer waren Joël Bräm mit neun sowie der Däne Henrik Schönfeldt mit sechs Treffern.

Trotz allem dürfen die Kreuzlinger mit ihrem Auftritt in der Axa-Arena nicht zufrieden sein. Auch gegen diesen starken Gegner wäre bei einer Topleistung ein Punktgewinn im Bereich des Machbaren gelegen. Sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive blieb man aber klar unter seinen Möglichkeiten. So überzeugten im Abschluss eigentlich nur Rechtsaussen Jonas Heim (8 Tore) und Thierry Gasser (8 Tore/davon 4 Penalties) vollauf.

Besseres Ende für den Gastgeber
Die Kreuzlinger erwischten einen schlechten Start und lagen nach fünf Minuten bereits mit 1:5 zurück. In der Folge ging aber ein Ruck durch die HSCK-Reihen und beim 11:8 durch Valon Dedaj schien man wieder auf Kurs. Auch nach der Halbzeit (14:14) spielte die Keller-Truppe zu Beginn noch auf Augenhöhe. Eine kurze Schwächephase nützten die Gastgeber aber, um vom 17:17 (39.) zum 22:18 (45.) wegzuziehen. Ein positiver Aspekt war die Tatsache, dass die Kreuzlinger diesen Rückschlag wegstecken und wieder bis zum 27:26 (57.) aufschliessen konnte. In der Schlussphase behielt Winterthur auch dank der Paraden von Keeper Dominik Heer (total 15 Paraden) die Ruhe und wies den Aufsteiger schliesslich mit 31:27 nicht unverdient in die Schranken.

SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur– HSC Kreuzlingen 31:27 (14:14)
AXA-Arena, Winterthur. – 100 Zuschauer. – Sr. Fallegger/Leu.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Winterthur, 6-mal 2 Minuten plus Disqualifikation (58. Heim) gegen Kreuzlingen.
Winterthur: Heer (15 Paraden, davon 1 Penalty), Steden (0); Pecoraro (4/2), Schönfeldt (6), Lutz (2), Bräm (9/3), Watkins, Glaus, Cohen (3), Störchli (5), Blumer, Murri, Wuffli, Maratz (2).
Kreuzlingen: Perez (12 Paraden), Peraciz (0); Tahirukaj, Dedaj (3), Wipf, Bär, Heim (8), Mettler, Kun (1), Gasser (8/4), Schneider (4), Meisinger (2), Gyuris (1), Zeller.
Penaltystatistik: Wintertur 5 von 5, Kreuzlingen 4 von 5 (11./6:4 Heer hält Penalty von Schneider).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Singler und Tsamesidis (beide überzählig).

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