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Augenkrankheit Lidsenkung

Gesundheit – Eine eher selten auftretende Augenerkrankung ist die Lidsenkung, die in der medizinischen Fachsprache auch Ptose bezeichnet wird. Es gibt sie sowohl angeboren, als auch in Form einer Krankheit.

Ursache einer Ptose liegt in einer Beeinträchtigung eines bestimmten Bereichs im Gehirn. (Bild: Lisa Spreckelmeyer /pixelio.de)

In Form einer Krankheit ist sie aber eher eine Nebenerscheinung einer anderen Krankheit. Sie wirkt sich dahingehend aus, dass ein oder beide Augenlider nicht komplett hochgezogen werden können, sodass immer ein Teil der Pupillen verdeckt ist. Tritt die Lidsenkung nur einseitig auf, dann versuchen betroffene Personen zumeist, diesen Nachteil zu kompensieren und halten den Kopf etwas schräg. Dadurch erhöht sich die Position des betroffenen Auges, sodass sich das Gesichtsfeld wieder vergrößert.

Häufige Ursachen für eine Ptose
Die eigentliche Ursache liegt in einer Beeinträchtigung eines bestimmten Bereichs im Gehirn. Diese Region gibt dann nicht das erforderliche Signal an die Muskeln, die für die Öffnung der Augenlider zuständig sind. Es gibt aber noch andere Ursachen, die zu einer Lidsenkung führen. Dazu gehört eine Nervenerkrankung. Dadurch werden die notwendigen Informationen zur Muskelbetätigung gestört. Derartige Nervenschäden treten oftmals durch einen Schlaganfall auf. Als dritte Ursache für die Ptose kommt eine Muskelschwäche in Betracht. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten von Muskelschwächen. Daher ist es auch möglich, dass die Lidmuskeln davon betroffen sind.

Des Weiteren gibt es viele Krankheiten, bei denen die Lidsenkung lediglich eine Nebenwirkung oder besser formuliert ein Symptom ist. Dazu gehören unter anderem:
• Aneurysma
• Carotisstenose
• Lambert-Eaton-Syndrom
• Lungenkrebs

Aufgrund dieser möglichen Erkrankungen ist auf jeden Fall dringend anzuraten, einen Augenarzt aufzusuchen, sofern die ersten Symptome einer Lidsenkung erkennbar sind.

So stellt der Augenarzt die Diagnose
Tritt die Ptose völlig unvermittelt bei einem oder bei beiden Augen auf, sollte unbedingt zeitnah ein Augenarzt aufgesucht werden. Der Augenarzt befragt den Patienten zunächst nach seiner persönlichen Krankengeschichte. Während dieses Gesprächs sollte der Patient den Arzt dann auch voll umfänglich informieren. Dabei geht es nicht nur um Probleme im Bereich der Augen, sondern auch um alle weiteren körperlichen Probleme. Wie bereits erwähnt, kann die Ptose ja auch durch eine völlig andere Krankheit ausgelöst werden.

Nachdem der Augenarzt alle wichtigen Daten zum gesundheitlichen Zustand sowie der Vorgeschichte des Patienten hat, beginnt er mit der eigentlichen Diagnose. Eine recht einfache, aber durchaus sinnvolle Diagnose stellt der Simpson-Test dar. Bei diesem Simpson-Test muss der Patient etwas länger als eine Minute lang nach oben blicken. Der Augenarzt beobachtet dann während dieser Zeit, ob sich die Augenlider senken oder nicht.

Eine weitere Diagnose besteht darin, dass der Augenarzt exakt ausmisst, wie breit die Lidspalte ist. Anhand dieses Maßes erkennt er, wie stark die Ptose bereits ausgeprägt ist. Dabei erkennt er zudem, ob beide Augen gleichmäßig stark betroffen sind, oder ob die Lidsenkung nur an einem Auge aufgetreten ist. Zudem stehen dem Augenarzt noch weitere Diagnoseverfahren zur Verfügung. Diese wären:
• Computertomografie
• Kernspinntomografie
• Transösophageale Echokardiografie

Mit diesen Untersuchungsmöglichkeiten kann er mit hoher Präzision die Schädigungen vermessen, sodass er eine konkrete Diagnose stellen kann.

Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen dem Arzt zur Verfügung
Dem behandelnden Augenarzt stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei kleinen Kindern, bei denen die Lidsenkung schon angeboren ist, wird meistens nur ein operativer Eingriff möglich sein, um die Augenlider wieder in ihre korrekte Form zu bringen. Tritt jedoch bei Erwachsenen die Ptose als Folge einer Erkrankung auf, dann muss in erster Linie die ursächliche Krankheit behandelt werden. Sollte dies nicht so einfach möglich sein, oder längere Zeit in Anspruch nehmen, kann der Augenarzt bei einer diagnostizierten Ptose eine spezielle Brille verschreiben. Diese ist mit kleinen Stegen versehen, die die Augenlider wieder etwas anheben.

Fazit
Die Lidsenkung kann schon angeboren sein, oder erst im Erwachsenenalter auftreten. In dem Fall ist dann meistens eine andere Erkrankung oder eine Muskelschwäche der Auslöser. In den meisten Fällen lässt sich die Ptose jedoch von einem erfahrenen Augenarzt recht gut behandeln.

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