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Neue Fragen für die Weinstrasse

Kreuzlingen - Schüler aus der Stadt waren fleissig und haben Geschichten zu den alten Fragen auf der Weinstrasse geschrieben. Daraus entstanden lustige Geschichten, aber auch solche zum Nachdenken.

Ein Teil der fleissigen Schüler mit den Lehrern und den Künstlerinnen (l. hinten).  (Bild: Andrea Vieira)

Die Fragen, welche die Weinstrasse in Kreuzlingen schmücken, wurden nach zehn Jahren aufgefrischt und erweitert. Vergangenen Samstag eröffnete Stadträtin Dorena Raggenbass mit den Künstlerinnen und den beteiligten Schülern und Lehrern die Strassen-Kunst: «Es ist schön zu sehen, dass trotz diesem schönen Wetter so viele an die Einweihung gekommen sind.» Rund 30 Anwohner und Eltern waren ebenfalls dabei.

Schüler waren am Zug

Schüler aus der Kantonsschule Kreuzlingen, der Integrationsklasse Kreuzlingen und der siebten Klasse E1C vom SSZ Remisberg haben Aufsätze zu den 17 alten Fragen auf der Weinbergstrasse geschrieben. Die Länge und Form war frei wählbar. Zu Fragen wie beispielsweise: «Können Tiere auch lachen?» oder «Was sieht man von deinem Fenster aus?» entstanden tiefgründige, skurrile, actionreiche und fantasievolle Geschichten. Drei mutige Schüler trugen ihre Geschichte an der Einweihung vor. Einer von ihnen war der 13-jährigen Christoph. Er schreibt von einer Squad-Einheit, die einem Dieb mit halsbrecherischen Aktionen auf den Fersen ist, aber sie erwischt ihn nicht. Die 13-jährige Felicia schrieb hingegen eine ruhige Geschichte über eine Nixe, die zum Mensch wird. Ihre Aufsätze waren zwei von 60 eingereichten Texte. Aber Christophs und Felicias waren zwei von wenigen, aus denen ein Satz oder eine Frage jetzt auf der Strasse zu lesen sind.

Viel Lesestoff

Die Künstlerinnen Salome Kuratli und Gabriela Gründler habe alle Aufsätze gelesen und daraus Sätze oder Fragen ausgewählt. Das letzte Wort hatten jedoch die Schüler der Klassen. Sie durften pro Klasse fünf Sätze oder Fragen wählen, welche auf die Strasse gesprayt werden sollen. Um auf den ersten Blick die Fragen von den Sätzen unterscheiden zu können, wurden sie mit zwei verschiedenen Farben geschrieben. Fragen sind gelb und Sätze blau.

Nach zehn Jahren vollendet

Mit dem Stadt-Projekt «Kommst du an den See?» gewannen die Künstlerinnen im Jahr 2009 den Wettbewerb «Entdeckung des Stadtraums» für Kunst im öffentlichen Raum in Kreuzlingen. Deshalb lud sie der Stadtrat erneut ein, das Projekt nach zehn Jahren aufzufrischen. «Jetzt ist das Projekt für uns vollendet», verkündete Kuratli mit Freude.

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