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Huawei plant 1000 Forschungsstellen in der Schweiz

Technik – Das chinesische Unternehmen Huawei hat im Moment ein grosses Problem. Die US-Sanktionen haben dazu geführt, dass der Absatz im Beriech der Smartphones in Europa sinkt. Nur in der Schweiz hat sich der Streit zwischen den USA und China nur unwesentlich auf die Verkaufszahlen ausgewirkt.

Aktuell wird angestrebt, dass Huawei in der Schweiz zwei Forschungszentren mit insgesamt rund tausend Arbeitsplätzen eröffnet. (Bild: Andrea Vieira)

Trotzdem steht Huawei vor einer grossen Herausforderung. Denn ohne das Betriebssystem und die Anwendungen von Google sinkt die Attraktivität der Smartphones und die Spionage-Vorwürfe haben viele Nutzer stark verunsichert. Nun liegt es an Huawei, die Beziehungen zu den europäischen Ländern zu verstärken, um nicht auch noch diesen Markt zu verlieren. Ein Teil dieser Strategie ist es, in Europa in die Forschung zu investieren. So lässt sich nicht nur wertvolles Knowhow gewinnen, es können ausserdem neue Kontakte geknüpft werden. Auch für Europa ist dies eine enorm grosse Chance. In der Zusammenarbeit mit Huawei können viele neue Entdeckungen gemacht werden, von denen nicht nur Huawei profitiert. Denn für die lokale Wirtschaft wird es sich wohl ebenfalls positiv auswirken, wenn Huawei ein Forschungszentrum in der Nähe eröffnet. Das könnte die Anziehungskraft der entsprechenden Standorte sogar noch verstärken.

Vermutlich wird das auch die Beliebtheit der Marke Huawei in der Schweiz weiter steigern und dafür sorgen, dass noch mehr potentielle Käufer auch die Smartphones des chinesischen Herstellers mit in die engere Auswahl einbeziehen. Auf idealo.de gibt es eine Übersicht über die verschiedenen Modelle von Huawei. Ausserdem finden Nutzer dort die Online Shops, bei denen die Geräte aktuell am preiswertesten sind.

Die Huawei Forschungszentren in der Schweiz

Aktuell wird angestrebt, dass Huawei in der Schweiz zwei Forschungszentren mit insgesamt rund tausend Arbeitsplätzen eröffnet. Dafür stehen die Standorte Lausanne und Zürich zur Debatte. Dabei ist von vielen Millionen Franken die Rede. Diese Standorte wurden von Huawei selbstverständlich nicht zufällig ausgewählt. Besonders wichtig dürfte bei der Auswahl die Tatsache gewesen sein, dass sich dort überhaupt ausreichend viele Fachkräfte mit der entsprechenden Qualifikation finden lassen. Denn die jeweils in der Nähe ansässigen Hochschulen bilden hervorragend aus und sorgen dafür, dass auch die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs gefördert werden kann. In der Forschung ist es enorm wichtig, dass nicht nur abgeschottet geforscht wird, sondern das volle Potential auch dadurch ausgeschöpft wird, dass der fortlaufende Austausch mit anderen Stellen erfolgt. Die Huawei Forschungszentren in Lausanne und Zürich könnten also zusätzlich noch dafür sorgen, dass auch die in der Nähe befindlichen Hochschulen ganz erheblich davon profitieren. Zwar sind das bis jetzt erst einmal nur Gedankenspiele. Doch das könnte sich ändern, sobald die Pläne von Huawei konkreter werden. Es gilt also abzuwarten, wie genau das Konzept für die Forschungszentren von Huawei später tatsächlich aussehen wird.

Einen sehr umfangreichen Artikel über den aktuellen Stand der Dinge hat das Nachrichtenportal watson.ch veröffentlicht. Neben den Forschungszentren in der Schweiz, sollen nämlich auch noch in anderen europäischen Grossstädten Standorte von Huawei errichtet werden. Konkret sind dafür London, Mailand und Paris im Gespräch. Die Schweiz ist trotzdem die erste Wahl. Das liegt nicht nur an den hervorragenden technischen Hochschulen, sondern auch an der Neutralität. Gerade in Zeiten, in denen China unter dem Handelskrieg zwischen der USA und China leidet, ist die Neutralität der Schweiz ein wichtiger Pluspunkt für die Forschung. Denn sie gewährleistet, dass Sanktionen der US-Regierung die Forschung nicht unmittelbar beeinflussen können.

Huawei in der Schweiz

Ein weiterer Punkt für die Wahl des Standorts dürfte sein, dass Huawei schon seit einigen Jahren gute Beziehungen zur Schweiz hat. Das liegt auch daran, dass Huawei eine wichtige Rolle beim Ausbau des Mobilfunknetzes in der Schweiz spielt. Denn bei der Entwicklung der 5G Technologie ist Huawei seinen Mitbewerbern weit voraus. Huawei selbst spricht von einem Vorsprung von etwa 18 Monaten. Da ist es nahe liegend, dass Schweizer Unternehmen auf die Technik der Chinesen vertrauen. So können sie ihren Kunden ein hervorragendes Netz und in einigen Jahren auch flächendeckenden 5G-Empfang bieten. In anderen Ländern wird noch immer diskutiert, ob beim Ausbau des Mobilfunknetzes überhaupt mit Huawei zusammengearbeitet werden soll, da die Angst vor Überwachung besteht. Doch hier in der Schweiz sieht man die Gefahr glücklicherweise also so gering an, dass das den Ausbau der Netze nicht bremsen muss.

In einigen Ländern werden sogar die vermeintlichen Gefahren des 5G Netzes als Argument gegen den Ausbau verwendet. Dabei ist gar nicht von Gefahren auszugehen. Es ist lediglich so, dass Teile der 5G Frequenzen noch nicht so umfangreich erforscht wurden, dass jegliche Gefahr zu 100 Prozent widerlegt werden kann. In der Vergangenheit gab es immer wieder Widerstand gegen neue Technik im Bereich der Mobilfunknetze. Die Horrorszenarien der Kritiker sind aber noch nie eingetreten.

Die Schweiz kann nun zeigen, wie ein 5G Mobilfunknetz funktionieren kann.
Doch nicht nur die Verantwortlichen in der Schweiz sind Huawei gegenüber sehr aufgeschlossen. Auch die Bürger können sich mit dem chinesischen Unternehmen anfreunden. Das zeigen die Verkaufszahlen der Smartphones, nachdem die USA China Sanktionen auferlegte. In anderen Ländern sank der Absatz. Doch die Schweizer liessen sich nicht beirren und kauften weiterhin die Smartphones des chinesischen Herstellers.

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