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Neubau aus Recyclingbeton

Kreuzlingen – Nach 13 Monaten ist der Rohbau des Erweiterungsbaus der Pädagogischen Hochschule auf dem Campus Bildung Kreuzlingen so gut wie abgeschlossen. Für den zweigeschossigen Neubau wurde zu grossen Teilen Recyclingbeton verwendet und damit Ressourcen geschont.

Für den zweigeschossigen Neubau der PH Thurgau wurde zu grossen Teilen Recyclingbeton verwendet.  (Bild: zvg)

Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) bildet mit der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen (PMS) und der Kantonschule Kreuzlingen den Campus Bildung Kreuzlingen. Die im Herbst 2008 in Betrieb genommenen Gebäude P und M wurden für eine Hochschule mit etwa 350 Studierenden ausgelegt. Der Anstieg der Studierenden an der PHTG auf etwa 800 und zusätzliche Leistungsaufträge führen zu einem erweiterten Raumbedarf, welcher nun mit einem Neubau abgedeckt wird.

Mit Recyclingbeton gearbeitet

Das Erweiterungsprojekt wird vom Architekturbüro Beat Consoni AG geplant, welches 2015 den Projektwettbewerb gewonnen hatte. Das Projekt überzeugt mit seiner Klarheit und dem reduzierten, einfachen Baukörper. Durch seine offene Bauweise widerspiegelt das Gebäude einen zeitgemässen Schul- und Forschungsbetrieb.

Das Erscheinungsbild des Gebäudes im Innern und der Fassade wird geprägt von sichtbar bleibenden Betonoberflächen. Die Realisierung dieses Sichtbetons stellt hohe Ansprüche an alle Beteiligten: Sowohl Genauigkeit bei der Planung als auch handwerkliche Präzision der Ausführenden werden gefordert und bedürfen einer optimalen Abstimmung. Die spezifischen Betoneigenschaften wurden von Anfang an bei der Dimensionierung der Tragkonstruktion mit einbezogen. So ist es gelungen, rund zwei Drittel der gesamten Betonarbeiten in Recyclingbeton mit Mischgranulat auszuführen.

Die Verwendung von Recyclingbeton schont die knappen Kiesressourcen und reduziert deponierte Bauabfälle. Mit dem Einsatz von Recyclingbeton am Erweiterungsbau der PH leistet der Kanton einen wichtigen Beitrag zur Schliessung von Materialkreisläufen.

Roland Ledergerber, Kantonsbaumeister Stellvertreter, Achim Kayser, Amt für Umwelt, und Beat Consoni, Architekt, auf der Baustelle des PH-Neubaus in Kreuzlingen. (Bild: zvg)

Skelettbau lässt die Raumplanung offen

Der schonende Umgang mit Ressourcen ist nur einer von vielen Aspekten, der ein nachhaltiges Gebäude auszeichnet. In der gesamtheitlichen Betrachtung der Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt mag der Ergänzungsbau zu überzeugen. Es ist den Verfassern gelungen, ein kompaktes und energieeffizientes Gebäude in einem zweigeschossigen Volumen zu realisieren, welches sich städtebaulich gut und unauffällig in die gebaute Umgebung integriert. Der Skelettbau lässt zudem eine grosse Flexibilität für zukünftige Raumzuteilungen und allfällige Nutzungsänderungen zu.

Die Anlagekosten für den Ergänzungsbau sowie die Umgebungsgestaltung belaufen sich auf 26.88 Millionen Franken. Bis Ende Jahr werden nun die Fenster montiert und die Dachflächen abgedichtet, anschliessend kann mit den Ausbauarbeiten begonnen werden. Gemäss Bauprogramm ist davon auszugehen, dass im September 2020 – auf Beginn des Herbstsemesters – die neuen Räumlichkeiten bezugsbereit sind und die vergrösserte Schul- und Forschungsumgebung genutzt werden kann.

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