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Kreuzlinger NLB-Männer ordentlich aber chancenlos

Handball – Der Achtelfinal im Schweizer Cup bedeutete für den HSC Kreuzlingen Endstation. Gegen das NLA-Spitzenteam TSV St. Otmar St. Gallen unterlag man 26:38 (14:19).

St. Otmar St. Gallen hatte jeweils die Nase vorne. (Bild: HSCK)

Die Enttäuschung hielt sich sowohl bei der Mannschaft als auch beim zahlreich aufmarschierten Publikum in Grenzen. Schon im Vorfeld wussten beide, dass Wunder im Handball extrem selten geschehen. Auch am Mittwochabend gab es kein solches. Immerhin zeigten die Kreuzlinger unter ihrem Cheftrainer Marcel Keller bis auf die erste Viertelstunde in der ersten Halbzeit, dass sie sich auch gegen ein bestandenes NLA-Team nicht zu verstecken brauchen. Diesen Schwung gilt es für den HSCK mitzunehmen in die NLB-Meisterschaft, wo auf ihn mehrere anspruchsvolle Aufgaben warten. Zunächst nach einer zweiwöchigen Nationalmannschaftspause am Sonntag, 3. November, um 17 Uhr, auswärts bei der überaus heimstarken SG Horgen/Wädenswil.

Erfrischende Startviertelstunde
Im Cup-Achtelfinal gegen den NLA-Tabellenvierten aus St. Gallen mit seinem Spielertrainer Bo Spellerberg (Vize-Weltmeister und zweifacher Europameister mit Dänemark) hielt der Aussenseiter vor heimischem Publikum bis zur 15. Minute überraschend gut mit. Der HSCK verstand es ganz gut, mit der Taktik des Oberklassigen umzugehen, der immer mit einem 7. Feldspieler anstelle von Torwart Jonas Kindler angriff. Zwar lagen die Thurgauer nie in Führung, doch über ein 5:5 durch den starken Linkshänder Drenit Tahirukaj und dem 9:11 durch Spielmacher Thierry Gasser blieben sie am haushohen Favoriten dran. St. Gallen hatte seinerseits in Tobias Wetzel und dem überaus sicheren Penaltyschützen Andrija Pendic (5/5) offensive Stützen. Spellerberg orchestrierte das Angriffsspiel der Olmastädter. Auch wenn sich der Favorit in der Endphase der ersten Halbzeit noch auf 14:19 absetzen konnte, fand die Leistung des HSCK überall Anerkennung.

Faden verloren
Die Zuschauer waren deshalb umso erstaunter, als sie nach dem Seitenwechsel bei den Kreuzlingern nurmehr wenig Emotionen und Feuer erkennen konnten. Dass man das Tempo gegen ein nationales Topteam nicht unnötig forcieren wollte, konnte man noch nachvollziehen. In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit gelangen dem NLB-Club nur gerade zwei Treffer. Diese Schwächephase nützten die Gäste, um sich entscheidend auf 16:28 abzusetzen. Der St. Galler Express geriet erst wieder ins Stocken, als die Kreuzlinger mehr Tempo in ihre Angriffe und wieder mehr defensive Stilsicherheit fanden. Dazu zeigte auch Torhüter Beco Perazic die eine oder andere sehenswerte Parade. So gelang dem Unterklassigen in der Schlussviertelstunde wieder der eine oder andere erfolgreiche Abschluss. Vom 22:36 zum 25:36 sogar drei Treffer in Serie. Mit dem 26:28 zog sich der HSC Kreuzlingen schlussendlich ordentlich aus der Affäre und St. Otmar darf weiter den Traum vom Cupsieg träumen.

HSC Kreuzlingen/NLB – TSV St. Otmar St. Gallen/NLA 26:38 (14:19)
SH Egelsee. – 380 Zuschauer. – Sr. Capoccia/Jucker.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen St. Gallen.
Kreuzlingen: Perez (1.-19./1 Parade), Peraciz (19.-60./8 Paraden); Tahirukaj (6), Gasser (7), Dedaj (2), Wipf (1), Tsamesidis (2), Heim, Mettler (1), Singler (1), Schneider (3/1), Gyuris, Zeller (3).
St. Gallen: Kindler (1.-60./12 Paraden), Bringold (nicht eingesetzt); Spellerberg, Hörler, Fricker (3), Gwerder (8/1), Pendic (5/5), Wüstner, Geisser (5), Rauch (1), Jurilj (3), Wetzel (5), Jurca (5), Höning (3).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 2 (20./10:14 Pfostenschuss Gasser), St. Gallen 6 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Bär, Meisinger (beide angeschlagen) und Kun (Beachhandball-WM); St. Gallen ohne Kaiser (verletzt).

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