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Essen, Trinken und Gruseln

Tägerwilen – Die Dark Nights lehren ihre Gäste das Fürchten: Bereits zum fünften Mal haben die Veranstalter in einer Tägerwiler Gemüsehalle ihre Geisterbahn für Erwachsene aufgebaut. Leicht lässt sich der Horror danach in Abendunterhaltung verwandeln, denn wer heil aus der Höhle kommt, wird mit einer Party belohnt. Neben der beliebten Gastronomie wartet erstmals auch ein Rahmenprogramm auf das Publikum. Noch drei weitere «Vorstellungen» sind geplant.

Monster jagen die Gäste an den Dark Nights. (Bilder: zvg)

«Als ich das erste Mal an den Dark Nights war, haben mich die Monster so erschreckt, dass ich weggerannt bin», berichtet Laura Razzino. Kein Wunder, werden die Besucher doch einzeln durch ein dunkles Labyrinth geschleust, in dem in jeder Ecke Kreaturen sitzen und auf ihre Opfer warten. Schreie und unheimliche Geräusche verstören zusätzlich. Die Dunkelheit ist undurchdringlich, lediglich ein Nachtsichtgerät bekommt man umgehängt. Der Blick hindurch verstärkt die beklemmende Wirkung jedoch nur.

Gänsehaut, Angstschweiss und wackelige Knie
Auch wenn einige weibliche Gäste schreiend aus der Höhle rennen, ist doch jedem klar: Gruseln macht Spass. Bei Razzino jedenfalls hinterliess das Erlebnis einen bleibenden Eindruck. Sie schloss sich dem Organisationskomitee an. Sie ist nun Teil eines Vereins mit rund 30 Mitgliedern, die alle einen unterschiedlichen beruflichen Hintergrund haben – «nicht nur Horrorfreaks», wie die Immobilienmaklerin betont. Insgesamt seien aber über 50 Helfer im Einsatz. Die beeindruckenden Masken, Kostüme und der Aufbau mit vielfältigen Lichteffekten sind Beweis, dass auch einige Profis am Werk sein mussten.

Schauplatz ist eine alte Miene, in der ein zwielichtiger Besitzer trotz fehlender behördlicher Bewilligung ein Höhlensystem freigelegt hat. Seine Grabungen erweckten eine unbekannte Spezies, welche bislang unentdeckt in der Dunkelheit im Tiefschlaf lag. Um Profit zu erwirtschaften, verwandelt er das Höhlensystem in eine «Erlebnis-Attraktion», auch wenn niemand genau sagen kann, was einem im Dunkeln tatsächlich begegnen wird.

Danach hilft ihnen ein Rahmenprogramm beim Runterkommen.

Auch die Gäste sind ganz unterschiedlich. Zwischen 60 und 100 Besucher kommen jeden Abend, dafür ist eine Anmeldung nötig. Am Eingang werden sie allerdings gewarnt: So ist Menschen mit Herzproblemen, Epileptikern oder Schwangeren der Zutritt verboten. Wer sich traut, kann von seinen Kollegen über Videoscreens beim Gang – oder Run – durch die «Scarezone» beobachtet werden. Vor allem zur etwas späteren Stunde wird der Ausflug nach Tägerwilen so ein grosser Spass.

Aber ist es wirklich so grauenhaft? «Ich bin dieses Jahr noch gar nicht drin gewesen», bleibt Razzino mysteriös. «Einfach ausprobieren!», rät sie. Und beruhigt: Es habe sich noch jeder Gast gut von den Schrecken erholt. Zu diesem Zweck haben die Veranstalter eine Gastrolounge aufgebaut. Eintritt verlangen sie keinen; man erhält stattdessen für 15 Franken einen Verzehrgutschein und kann sich mit Hotdogs, Chilli, Fondue oder Raclette stärken.

Am Ende warten Darbietungen der «drum-shots», Luftakrobatik von Artisten der Flyingdance Troop (unterrichtet von der Luftakrobatin Janine Eggenberger, Cirque du Soleil) und ein DJ an den Plattentellern auf die von Monstern geplagten Gäste – so können sie den gruseligen Abend gesellig ausklingen lassen.  sb

 www.after-dark.ch

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