/// Rubrik: Stadtleben

Wenn das «Geschäft» zu reden gibt

Kreuzlingen – Vergangenes Wochenende feierte Guido Leutenegger mit den Besuchern seine Ladeneröffnung. Für die geladenen Gäste wie Christa Rigozzi waren die Geschichten mit dem zweiten WC und den Parkplätzen vor der Haustür ein Joke wert.

Die Narrengesellschaft Emmishofen schenkt Guido Leutenegger das heiss ersehnte zweite WC.  (Bild: Andrea Vieira)

Rund 100 «Gwundernasen» kamen an die Eröffnung von Natur Konkret bei der Piazza Cisternino am Boulevard. Das etwas los ist, war nicht zu überhören. Eine kleine Delegation der Pipes and Drums of Basel spielte auf ihren Dudelsäcken und zog die Leute an. Platz fanden die Besucher auf den Festgarnituren. Was eine Schottische-Formation aus Basel mit einer Ladeneröffnung in Kreuzlingen zu tun hat, erklärte Inhaber von Natur Konkret Guido Leutenegger: «Einige der Musiker sind treue Kunden und fragten schon des Öfteren nach einem Sponsoring.» Auch die anderen geladenen Gäste passten auf den ersten Blick nicht so recht ins Bild, aber waren Publikumsmagnete: Christa Rigozzi, Narrengesellschaft Emmishofen (NGE) und Pro Natura Präsident Toni Kappeler. Aber auch die Geschichten vor der Eröffnung gaben zu reden und Leutenegger als ehemaliger Stadtrat und Jost Rüegg, der bei der Renovation mithalf, waren ebenfalls Gesprächsstoff.

Laden wurde zur Nebensache

In den Reden von den geladenen Gästen war nicht unbedingt die Eröffnung das Hauptthema, sondern der Beef zuvor mit der Stadt. So witzelte Rigozzi über das verhangene Parkplatzverbot vor dem Laden, was nach dem Aufmarsch der Feuerwehr wieder aufgehoben wurde. Auch, dass die Stadtverwaltung den Betrieb eines Bistros verbat, weil es im Laden nur eine Toilette gibt, fand Anklang für Sketches. Besonders beim Auftritt der NGE war das WC im Mittelpunkt. Sie hatten Erbarmen mit Leutenegger und schenkten ihm eine NGE-WC-Schüssel. Wieder zurück zum wichtigen Thema der nachhaltigen Lebensmittelproduktion kam der Pro Natura Präsident Toni Kappeler. Er sprach die Themen Biodiversität und Naturschutz an. Leutenegger leiste darin einen guten Beitrag. Seine Hochlandrinder leben frei in einem Naturschutzgebiet im Tessin. «Die Rinder sorgen für eine natürliche Bewirtschaftung des Gebiets und mit ihren Kuhfladen bieten sie Nährstoffe für Insekten und dadurch auch für Vogelfutter», erklärte Kappeler. Vom Transport aus dem Tessin nach Kreuzlingen war aber nicht die Rede.

Aus eigenem Anbau und Zucht

Zwischen den Schottischen Klängen hatten die Besucher Gelegenheit ins kleine Abholcenter zu gehen und die Spezialitäten genauer unter die Lupe zu nehmen. Nudeln, Haferflocken, Trockenfleisch, Honig, Olivenöl, Wein, Süssmost kommen meist aus eigenem Anbau und Zucht. Das Fleisch beispielsweise stammt von den Hochlandrindern im Tessin. Dazu liess sich Leutenegger ein niedliches Kinderbuch anfertigen. Das bildnerisch mit wenigen Sätzen die Geschichte von Leuteneggers erstem Hochlandrind Augustus erzählt.

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