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Kreuzlinger SPL1-Frauen verpassen Überraschungscoup

Handball – Bei der 21:22 (10:14)-Auswärtsniederlage beim Tabellenzweiten Thun wäre ein Punktgewinn für den Aufsteiger vom Bodensee möglich und sogar verdient gewesen.

Aller Bemühungen zum Trotz reichte es nicht für einen Sieg. (Bild: Deuring Photography)

Über weite Strecken dominierte der Tabellenzweite sein Heimspiel gegen den Herausforderer aus Kreuzlingen zumindest resultatmässig. 7:3 führte Thun nach rund zwölf Minuten, 12:7 nach 21 und 14:10 nach 30 Minuten. Beim Team von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug passte bis zur 38. Minute und dem 19:12 für den Favoriten hinten wie vorne noch nicht allzu viel zusammen. Der HSCK war zwar sehr bemüht, aber im Angriff oft zu harmlos. Vor allem über die rechte Angriffsseite lief gar nichts: Fünf Abschlüsse, null Tore lautete bei Halbzeit das Verdikt.

Potenzial erneut aufgezeigt
Fehlende Moral darf man den Kreuzlingerinnen definitiv nicht vorwerfen. Es war bemerkenswert, wie sie sich nach dem 12:19-Rückstand in den letzten 20 Minuten wieder herankämpften. Einmal mehr zeigten sie auf, dass der Abstand zur nationalen Spitze kleiner wird. Angeführt von einer starken Torfrau Nathalie Wörner, die u.a. einen Penalty abwehrte, schloss der HSCK wieder auf. Auch durch das 21:18 der Thunerin Milena Kaeslin und drei vergebenen Grosschancen liess sich die Truppe vom Bodensee nicht entmutigen. Vor allem die Abwehr stand in der Schlussphase stilsicher und ermöglichte Thun kaum mehr gute Abschlusspositionen. Keeperin Wörner mit einem Wurf ins verwaiste Tor der Bernerinnen sowie Topscorerin Isabel Tissekker mit ihren Penaltytreffern fünf und sechs zum 21:21 liessen den Aufsteiger zwei Minuten vor Schluss sogar auf einen Überraschungscoup hoffen. Ein Wurf von Thuns italienischer SPL1-Topscorerin Laura Rotondo genau in den Winkel sowie ein technischer Fehler des HSCK in den Schlusssekunden verhinderten aber den verdienten Punktgewinn des Aufsteigers. So wurde Thun seiner Favoritenrolle mit dem 22:21 doch noch knapp gerecht und schloss punktemässig zum Leader Zug auf.

«Wir haben in Thun bewiesen, dass wir als Mannschaft immer besser funktionieren und inzwischen auch gegen die Topteams mithalten können», bilanzierte Cheftrainerin Ertl Hug die knappe Niederlage. «Wir werden noch weitere Schritte nach vorne machen und dann solche Partien wie jene am Samstag in Thun auch gewinnen können.»

Trio setzt sich ab
Nach sechs der 14 Spieltage in der SPL1-Hauptrunde hat sich das punktgleiche Spitzentrio mit Zug, Thun und Brühl St. Gallen bereits etwas vom Rest absetzen können. Die Spono Eagles aus Nottwil LU, Herzogenbuchsee und Kreuzlingen dürften den vierten Finalrunden-Teilnehmer unter sich ausmachen. Wollen die Thurgauerinnen ihre Chancen wahren, ist am nächsten Samstag, 26. Oktober, ein deutlicher Heimerfolg über den noch punktelosen Tabellenletzten GC Amicitia Zürich Pflicht. Die Partie in der Sporthalle Egelsee wird um 16 Uhr angepfiffen.

DHB RW Thun – HSC Kreuzlingen 22:21 (14:10)
SH Gotthelf. – 263 Zuschauer. – Sr. Kappler/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Thun, 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Thun: Korenic (1.-60./13 Paraden), Peronino (für 1 Penalty/0 Paraden); Nora Gerber, Rotondo (7/2), Lehmann, Kaeslin (7), Zumstein (3), Nina Gerber (2), Strupler, Karlen, Frey (2), Eberhart, Schmied (1).
Kreuzlingen: Federau (1.-22./2 Paraden), Wörner (22.-60./13 Paraden/1 Tor); Mayer (1), Skoricova (1), A. Veit, Tissekker (7/6), Klein, Weidmann (5), Rothacker, Espinosa, Marku (3), Sivka (2), Plüss, Juhasz (1).
Penaltystatistik: Thun 2 von 3 (39./19:13 Retondo verschiesst), Kreuzlingen 6 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Hajduk, Hildebrand (beide verletzt), J. Veit (überzählig) und Heinstadt (Einsatz mit Arbon/SPL2).

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