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Nachwahlgeschwätz

Leserbrief – Jost Rüegg aus Kreuzlingen sieht im Erdrutschsieg der Grünen die Abbildung der neuen Realitäten in der Schweiz.

(Bild: pixelio)

Der Erdrutschsieg der Grünen in der Schweiz von 11 auf 28 Nationalratsmandate, das ist eine Zunahme von 154 Prozent und die nicht ganz überraschende Wahl des Präsidenten der Grünen Thurgau, Kurt Egger in den Nationalrat, wird von bestimmten Kommentatoren schon wieder relativiert. Richtig ist: Das Ergebnis des vergangenen Sonntags ist weitgehend den neuen Realitäten in der Schweiz geschuldet. Als da sind, dramatisches Gletscherschmelzen, bröckelnde, Dörfer bedrohende Berghänge, kontaminiertes Grund- und Trinkwasser, schwindende Biodiversität und auch die verlogene Autoindustrie. Es ist auch mehr die jahrzehntelange Aufklärung der Grünen und weniger die weltweiten Aufritte von Greta Thunberg aus Schweden, die das Wahlergebnis vom Sonntag bewirkten. Heute liest und hört man schon wieder die alte Leier der Dummschwätzer. Die Grünen wollen uns vorschreiben wie die Schweizer Bevölkerung leben soll und sie wollen uns alles verbieten. Zur Klarstellung: Keine einzige Partei in der Schweiz kann etwas verbieten oder vorschreiben, weder sie SVP noch die Grünen. Es braucht immer eine Mehrheit in den Räten und beim Volk. Wer nachdenkt merkt aber, dass es wohl besser wäre, etwas mehr auf die Grünen zu hören. Bei vielen Jungen, die die Zukunft noch vor sich haben, ist diese Botschaft schon mal angekommen.

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2 thoughts on “Nachwahlgeschwätz

  1. Marco Bischofberger

    „Die Grünen wollen uns vorschreiben wie die Schweizer Bevölkerung leben soll und sie wollen uns alles verbieten.“
    Hmm..
    – Keine Autos auf dem Boulevard
    – Keine 5G Antennen
    – Kein Stadthaus
    Also dieser spezielle, hier schreibende Grüne, will schon einiges verbieten, wie mir scheint.
    Aber wie schon selbst festgestellt, kann glücklicherweise weder eine einzelne Partei noch eine einzelne Person etwas verbieten oder vorschreiben.

    Ich hoffe, dass die konsensfähigen Grünen in National- und Ständerat ihre Wahlversprechen ohne Vorschrifts- und Verbotsflut umsetzen werden.

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  2. Mirko Spada

    Ja … Jost Rüegg hat viele Gegner. Vor allem in Kreuzlingen.

    Lieber Jost
    Du bist für mich eine Pro-Aktive Persönlichkeit mit viel Wissen und Leidenschaft. Du bist klar und deutlich. Solche Persönlichkeiten, wie du es bist, wird es leider immer weniger geben.

    Bleibe weiterhin ein Macher. Nur so können Veränderungen vollzogen werden.

    Antworten

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