/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Olivenhaine, Trulli und rot leuchtende Erde

Kreuzlingen/Apulien – Ende September und im Oktober starteten jeweils über 20 Reiselustige aus Kreuzlingen und Umgebung nach Süditalien. Einmal mehr hatte der Verein Städtepartnerschaften eine Themenreise in Apulien organisiert. Das Angebot musste auch in diesem Jahr doppelt durchgeführt werden.

Die Reisegruppe besuchte die schönsten Orte Apuliens. (Bild: zvg)

Hauptsächlich bereisten die beiden Gruppen den Salento, den Absatz des italienischen Stiefels, zwischen dem ionischen und dem adriatischen Meer gelegen. Typisch für die Region ist das fast endlose Meer von silbergrünen Olivenbäumen. Auffallend auch die Terra rossa, die rot leuchtende Erde, und die Trulli, die wie weisse Zipfelmützen daraus hervorstechen.

Malerische Orte wie Santa Maria di Leuca, Otranto, Alberobello oder Martina Franca gehören zum Pflichtprogramm. Dieses Jahr konnte auch das Weinmuseum in Manduria besichtigt werden. Dazwischen waren auch Erholungspausen eingeplant, am Meer oder in der vorzüglichen Masseria in der Nähe von Fasano. Dort lernten die Teilnehmer, wie man eigenhändig Spaghetti, Foccacia und Parmigiana herstellt und zubereitet.

Cisternino
Hier versammeln sich die Reisenden jeweils zuerst auf dem Platz, welcher der Partnerstadt Kreuzlingen gewidmet ist. Danach folgt der traditionelle Marktbesuch, ein Rundgang durch die verwinkelte weisse Altstadt und abends das Nachtessen mit dem Sindaco sowie weiteren Vertretern der Stadt Cisternino.

Im Conservatorio biologico
Sehr eindrücklich war der Besuch im Conservatorio biologico von Professore Paolo Belloni. Er widmet sich dem Erhalt seltener und der Züchtung neuer Fruchtbäume, allein auf den Feigenplantagen wachsen über 600 verschiedene Arten.

Im Zentrum eines grossen Lavendel-Labyrints gedeiht ein Kaki-Baum, dessen Samen aus dem 1945 zerbombten und verseuchten Nagasaki stammt. Er gedeiht prächtig und beeindruckt alle Besucher als Symbol des Neubeginns und des Friedens.

In Paolos «Paradies» regelt die Natur vieles selbst, die natürliche Gemeinschaft vielfältiger Pflanzen und Insekten bildet hier seit Jahrzehnten die Grundphilosophie. Der Professore gibt sein Wissen und seine ganzheitliche Lehre im Rahmen des Erasmusprogramms an Studenten aus Europa weiter. Seine Leidenschaft, mit der er die Besucher durch seine Kulturen führt, ist ansteckend, sie überzeugt und berührt.

Weil die Apulienreisen immer sehr beliebt und schnell ausgebucht sind, überlegt sich der Verein Städtepartnerschaften eine «Neuauflage» im Herbst 2020.

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