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Schulgarten, ein Lernfeld über und für die Natur

Kreuzlingen – Im Schulzentrum Seetal entstand seit vergangenem Herbst ein Schulgarten. Die Idee kam aus der Lehrerschaft. Die Kinder erlebten hautnah die Prozesse in der Natur.

Der Garten wird in Form einer Permakultur bewirtschaftet und somit sollen die Kinder lernen den Garten ohne künstliche Mittel nachhaltig zu unterhalten. Die Permakultur basiert auf drei ethischen Grundlagen: Sorge für die Erde, Sorge für die Menschen, Teile gerecht.

Bei der Umsetzung der Idee war Oliver Fahrion «Fahrion und Partner Gartenbau AG» aus Kreuzlingen eine sehr grosse Unterstützung. Aus der ursprünglichen Vorstellung eines kleinen Hochbeets half er der Lehrerschaft des Seetals ein viel grösseres Permakultur-Paradies zu erschaffen.

Im November 2018 wurde der erste Schritt gemacht und der Boden wurde vorbereitet. Im Frühling erstellten einige Mittelstufenschüler aus Haselruten den Zaun des Gartens. Vom Kindergarten bis in die sechsten Klassen wurden die ersten Setzlinge in den Klassenzimmern gezogen. Im Mai wurden diese in die freie Natur ausgesetzt. Seitdem sind verschiedene Klassen mit der Bewirtschaftung und der Pflege des Schulgartens beschäftigt. Sogar in den Sommerferien halfen viele freiwillige Kinder beim Giessen und Jäten. Mitte August wurden die ersten Pflanzen geerntet. Die Schülerinnen und Schüler der Förderklasse kochten eine feine Kürbissuppe. Während des Spielmorgens konnten alle Kinder des Seetalzentrums die Rüebli ernten und essen.

Jetzt im Winter wird Wintergemüse, wie zum Beispiel Rosenkohl, Nüsslisalat oder Kohlrabi angepflanzt. So lernen die Kinder die Natur im Jahreslauf kennen. Der Schulgarten dient sowohl dem Menschen als auch den Insekten, welche sich an der Blumenpracht ohne Dünger und Pestiziden erfreuen. Auch der Biodiversität wird Rechnung getragen. Gross und Klein erfreuten sich an diversen Schmetterlingen und anderen tierischen Besuchern. Das Beobachten einer Schwalbenschwanz-Raupe, die sich sattgefressen hat um sich noch vor den Herbstferien zu verpuppen, war ein weiteres Highlight für alle Beteiligten.

Die Kinder staunen über riesige Pflanzen im Schulgarten. Die Freude ist gross – der Lernerfolg auch.

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