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Pflicht erfüllt gegen GC Amicitia Zürich

Handball – Glanzlos, aber auch völlig ungefährdet bezwingen die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen das Schlusslicht aus Zürich. Bei Halbzeit liegt der HSC auf Platz 5.

Die HSC Damen konnten mühelos einen Sieg heimfahren. (Bild: Mario Gaccioli)

Nicht ganz unerwartet haben sich die vier meistgenannten Finalrunden-Anwärter bereits in der Vorrunde vom Rest absetzen können. Titelverteidiger Brühl St. Gallen führt die Rangliste vor dem punktgleichen Zug (je zwölf) an, gefolgt von Thun und den Spono Eagles (je zehn). Die zweite Tabellenhälfte wird von Kreuzlingen vor Herzogenbuchsee (je fünf), Winterthur (zwei) und Zürich (null) angeführt. Die letzten vier Teams dürften ab Februar die Auf-/Abstiegsrunde mit den beiden SPL2-Mannschaften bestreiten. Leader Olten scheint dort als erste Mannschaft bereits gesetzt zu sein.

Nur mental eine Herausforderung
Im Heimspiel gegen das sehr junge Team von GC Amcitia Zürich wurde der HSC Kreuzlingen im Vorfeld als klarer Favorit gehandelt. Die Limmatstädterinnen kassierten in dieser Saison eine Kanterniederlage nach der anderen. Einzig gegen den Tabellennachbarn Winterthur vermocht das Team des spanischen Trainers Vicente «Ike» Cotrina beim 22:26 einigermassen mitzuhalten. Die Kreuzlingerinnen starteten druckvoll und lagen in der 7. Minute bereits mit 5:1 vorne. In der Folge schlichen sich beim HSCK aber viele Ungenauigkeiten ein und vor allem das Offensivspiel lief alles andere als rund. Zumindest was die Chancenauswertung betrifft. Die Zwischenbilanz bei Halbzeit war mit 16 Fehlwürfen, davon gut und gerne zehn Topchancen, unbefriedigend. Die Mannschaft von Cheftrainerin Tina Ertl Hug hätte deutlich höher als mit 15:9 in die Pause gehen müssen. Das hatte auch mit der guten Leistung der U20-Nationaltorhüterin Desirée Ligue zwischen den Pfosten von GC Amicitia zu tun.

Im Vergleich mit der letzten Partie beim Tabellendritten in Thun, welche nur mit 21:22 verloren ging, spielte der HSCK wesentlich fehleranfälliger. Es gelang bis auf die Startphase in der gesamten Partie nicht, die Konzentration auf hohem Niveau zu halten. Nichtsdestotrotz war Zürich ein in jeder Hinsicht unterlegener Gegner, der nur in wenigen Phasen auf Augenhöhe agierte. Beste Zürcher Angreiferinnen waren Mobiliar-Topscorerin Stéphanie Lüscher mit sieben und die grossgewachsene Celina Flückiger mit sechs Treffern. Schlussendlich feierten die Thurgauerinnen einen ungefährdeten 33:21-Heimsieg. Beste HSCK-Werferinnen waren Anina Veit mit sieben sowie die Mobiliar-Topscorerin Isabel Tissekker und Katja Sivka mit jeweils fünf Treffern.

Heimspiel gegen Adler
Am nächsten Samstag wartet zum Rückrundenstart eine weitaus schwierigere Aufgabe auf die Kreuzlingerinnen. Um 18 Uhr gastiert der Tabellenvierte aus Nottwil in der Egelseehalle. Gegen die Spono Eagles zeigte der HSCK im Hinspiel eine ganz starke erste Halbzeit (18:12), um dann aber doch noch als klarer 25:35-Verlierer vom Feld gehen zu müssen. Tissekker und Kolleginnen haben also noch eine Rechnung zu begleichen mit den Luzerner Adlern. Wollen sie den amtierenden Cupsieger erneut auf den Zahn fühlen, müssen sie sich gegenüber der Partie gegen GC Amicitia allerdings in vielerlei Hinsicht massiv steigern. Nur dann kann der HSCK einen weiteren Schritt nach vorne machen und die kleinen Chancen auf Platz vier weiter am Leben erhalten.

HSC Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich 33:21 (15:9)
Egelsee. – 120 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Federau (1.-30./5 Paraden), Wörner (31.-60./4 Paraden, davon 1 Penalty); Mayer, Skoricova (5), A. Veit (7), Tissekker (5), Klein, Weidmann (4), Rothacker, Espinosa (2), Marku (3/1), Sivka (5), Plüss (1), Juhasz (1).
Zürich: Ligue (1.-60./12 Paraden), Berni (nicht eingesetzt); Wieland (1), Holenstein (1), Dünhaupt, Aellen (1), Schenkel, Wolff, Thomas (1), Abegg (2), Flückiger (6), Lüscher (7).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 2 (24./13:6 Tissekker schiesst Penalty an Pfosten), Zürich 0 von 1 (51./27:18 Wörner hält Penalty von Lüscher).
Time-outs: 20./11:5 Kreuzlingen, 28./14:9 Zürich, 50./26:18 Zürich, 54./29:18 Zürich, 57./31:19 Kreuzlingen.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne A. Veit (spielte bei HC Goldach-Rorschach/SPL2), Heinstadt (spielte beim HC Arbon/SPL2) und Hajduk (verletzt).

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