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Starker Kreuzlinger Auftritt gegen Titelanwärter

Handball – Bis zum Penaltytor von Nationalspielerin Pascal Wyder drei Sekunden vor Schluss durfte Aufsteiger Kreuzlingen gegen die Spono Eagles auf ein Überraschung hoffen.

Trotz starker Leistung hat es nicht ganz für einen Sieg gereicht. (Bild: Mario Gaccioli)

Der Aufsteiger vom Bodensee hat auch beim 30:32 (13:16) gegen den Titelanwärter Spono Eagles unter Beweis gestellt, dass man der nationalen Spitze näher gekommen ist. In der Vorrunde unterlag der HSC Kreuzlingen den Eagles noch mit 25:35. Auch wenn den Thurgauerinnen die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben war, durften sie mit ihrer Gesamtleistung dennoch zufrieden sein. Sie spielten praktisch über die gesamten 60 Minuten auf Augenhöhe mit dem amtierenden Cupsieger. Am Ende entschied die grössere Abgeklärtheit und eine herausragende Nationalspielerin Pascal Wyder (13 Tore) zugunsten der Luzernerinnen. Nach dieser Heimniederlage steht der HSCK mit einem Bein in der Auf-/Abstiegsrunde, während die Adler ihrerseits bereits die Finalrunde planen dürfen. Für die grosse Überraschung des Spieltages sorgte das zuvor punktelose GC Amicitia Zürich, welches Thun mit 25:23 besiegte.

Beeindruckende Startviertelstunde
Die Kreuzlingerinnen legten, angeführt von der überragenden Mobiliar-Topscorerin Isabel Tissekker, los die wie Feuerwehr. Beim Stand von 7:3 für den Aufsteiger sah sich Spono-Trainer Carlos Lima bereits nach nur neun Spielminuten zu einem Team-Time-out gezwungen. Kurzfristig ohne sichtbaren Erfolg, denn der HSCK hielt das Tempo hoch und lag nach etwas mehr als 14 Minuten schon mit 10:4 vorne – auch dank mehrerer Paraden von Torfrau Nathalie Wörner. Der haushohe Favorit vom Sempachersee fand in der Folge langsam aber sicher ins Spiel. Auch scheiterten die Gastgeberinnen nun desöftern an der eingewechselten Torhüterin Kristina Ukaj. Es dauerte allerdings bis zur 25. Minute, ehe Spono mit dem 12:13 durch Gianna Calchini erstmals in Führung gehen konnte. Zwei Zeitstrafen gegen Kreuzlingen, davon eine dumme wegen Reklamierens, ermöglichten den Gästen doch noch eine 16:13-Halbzeitführung.

Nicht mehr eingebrochen
Im Gegensatz zum Hinspiel, als sie in der zweiten Halbzeit eingebrochen waren, kämpften sich die Kreuzlingerinnen nach Wiederanpfiff wieder heran. Kreisläuferin Renate Juhasz realisierte mit einem herrlichen Treffer in der 43. Minute den 20:20-Gleichstand. Gut acht Minuten vor Schluss durfte der HSCK nach dem 25:24 durch Selina Weidmann immer noch auf einen Überraschungscoup hoffen. In einer packenden Schlussphase durfte sich Spono primär bei seiner Penaltyschützin Pascal Wyder bedanken, dass es die Partie doch noch zu seinen Gunsten drehen konnte. Als Tissekker den Aufsteiger mit ihrem zehnten Treffer gut eine Minute vor Schluss wieder auf 30:31 heranbrachte, war zumindest ein durchaus verdienter Punktgewinn in Reichweite. Mit Routine und etwas Glück – ein geblockter Wurf fiel Spono wieder in die Hände – brachten die Gäste den Vorsprung aber über die Zeit und erhöhte das Skore in den letzten Sekunden mittels Penalty noch auf 30:32.

Heimstarker nächster Gegner
Für die Kreuzlingerinnen geht es am nächsten Sonntag mit dem Gastspiel beim heimstarken HV Herzogenbuchsee weiter. Die Bernerinnen sind in der Tabellen punktemässig auf Augenhöhe mit dem HSCK. Das Hinspiel in Kreuzlingen endete 25:25. Will das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug noch eine minimale Chance auf Platz 4 wahren, muss es gegen «Buchsi» zwingend gewinnen.

HSC Kreuzlingen – Spono Eagles 30:32 (13:16)
Egelsee. – 170 Zuschauer. – Sr. Hennig/Meier.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Spono Eagles.
Kreuzlingen: Wörner (5 Paraden), Federau (5 Paraden); Mayer, Skoricova (3), A. Veit (3), Tissekker (10), Klein (1), Weidmann (3), Rothacker, Espinosa (2), Marku (3), Sivka (4), Plüss, Juhasz (1).
Spono Eagles: Troxler (8 Paraden), Ukaj (6 Paraden); Schardt (1), Irman (2), Traber, Matter (3), Amrein (3), Calchini (5), Decurtins (3), Wyder (13/4), Stähelin (2), Ljubas, Kashani.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 3, Spono Eagles 4 von 4.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne J. Veit (mit Goldach/Rorschach in SPL2), Hildebrand und Hajduk (beide verletzt); Ljubas bei Spono nicht eingesetzt.

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