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Ausstellung von und für Kreuzlinger

Kreuzlingen – In der Villa Rosenegg stellen sich Kreuzlinger Vereine mit kurzen Texten, vielen Bildern und auserwählten Exponaten vor. Die Sonderausstellung im Museum zeigt Schätze aus den Vereinsarchiven.

Heidi Hofstetter und Herbert Schreiner gestalteten die Ausstellung. (Bild: Andrea Vieira)

Die bunte Welt der Kreuzlinger Vereine spiegelt sich im Museum Rosenegg wieder. Die Ausstellung «VEREINT» soll eine Hommage an die Vereine sein, die das Stadtleben erst lebendig machen. «Man kann sich ein Leben in einer Gemeinde gar nicht ohne Vereine vorstellen», sagte Heidi Hofstetter an der Presse-Vorabbesichtigung. Kostüme, Instrumente, Hüte, Pokale, Foto-Alben und vieles mehr gehören zu den ausgestellten Exponaten der Vereine. «Manche Vereinsmitglieder kamen mit ganzen Autoladungen zum Museum», sagte Hofstetter Kuratorin der Ausstellung erfreut. Ausserdem musste jeder Verein ein kurzes Porträt und ein paar Bilder von sich abliefern, welche Herbert Schreiner von Grafik und Design gestaltete und in der Ausstellung aufstellte.

Aus den Tiefen der Vereins-Archiven kamen alte Fahnen, Protokolle aus Grossvaterszeiten, Flyer und Filmaufnahmen vergangener Feste zum Vorschein. Diese fast in Vergessenheit geratenen Schätze erwachen im älteren Teil des Museums zum Leben. «Seiten aus den Protokollen, die wir für speziell empfunden haben, blättern automatisch auf einem Monitor», erläuterte die Kuratorin. Frei anwählbare Filmzusammenschnitte geben einen Einblick in Vereinstätigkeiten ab 1930. Die Vereinsgeschichte in der Ausstellung reicht jedoch bis 1843 zurück. 16 Männer gründeten damals den Männerchor Kurzrickenbach, mangels Nachwuchs löste er sich leider 2018 nach 175 Jahren auf. Von ihm ist in einer Vitrine ein liebevoll gestaltetes Album mit seiner Vereinsgeschichte ausgestellt. Was das wertvollste Exponat ist, kann Hofstetter nicht sagen: «Es sind so viele schöne Stücke darunter und für jeden Verein ist wieder ein anderes wertvoll.»

Ausserhalb des Museums geht es weiter

Rund 250 Vereine sind bei der Stadtverwaltung gemeldet und jeder bekam von Hofstetter eine Anfrage für die Ausstellung. Vor eineinhalb Jahren habe die Organisation begonnen. Die Rückmeldungen seien erfreulich und die Zusammenarbeit mit den Vereinen sehr schön gewesen, so Hofstetter. 44 haben auf ihre Anfrage reagiert und bieten zusätzlich während der Ausstellungsdauer eigene Begleitveranstaltungen in ihren Räumlichkeiten an. Als Geschenk und Wertschätzung für die aufwendige Vereinsarbeit, kostet der Eintritt für die Besucher nichts. «Wir hoffen, dass dadurch die Besucherzahl steigt oder manch einer mehrmals die Ausstellung besucht», erläuterte die Kuratorin. Ein Ansporn die Ausstellung zu besuchen soll auch ein kurzes Quiz sein, bei dem den Besuchern kleine Preise winken – wie zum Beispiel eine Museums-Eintrittskarte oder ein historisches Kartenspiel.

Die Ausstellung sei für Klassen ab der Mittelstufe geeignet. Sie bietet auch auf einfachste Weise einen kleinen Überblick für diejenigen, die einem Verein beitreten wollen, aber nicht wissen zu welchem.

Zur Ausstellung

10. November bis 17. Mai 2020

Mittwoch: 17 bis 19 Uhr

Freitag und Sonntag: 14 bis 17 Uhr

Freier Eintritt

www.museumrosenegg.ch

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