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Wegweisendes Heimspiel für NLB-Männer

Handball – Nach zuletzt zwei Niederlagen sind die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen auf den 5. Tabellenplatz abgerutscht. Ein Sieg gegen Solothurn wäre deshalb enorm wichtig.

Ein Sieg würde den Kreuzlingern ein wenig Reserve schaffen. (Bild: Mario Gaccioli)

Nach dem hervorragenden Saisonstart mit 10:2 Punkten ist zuletzt etwas Sand ins Kreuzlinger Getriebe geraten. Die beiden Auswärtsniederlagen gegen Birsfelden (25:29) und am letzten Sonntag gegen die SG Wädenswil/Horgen (25:26) waren bittere Erfahrungen für den Aufsteiger, zumal man keinesfalls überlegenen Gegnern scheiterte. Fehlte in Birsfelden der letzte Biss, war in Horgen die mangelhafte Chancenauswertung der Hauptgrund für das Scheitern. Gegen die Zürcher wurden gut ein halbes Dutzend erstklassiger Tormöglichkeiten ausgelassen, die letzte davon nach einem Gegenstoss wenige Sekunden vor der Schlusssirene. Definitiv ein Punktverlust der ärgerlichen Sorte.

Solothurner unter Druck
Nach drei Auswärtsspielen in Serie haben die Kreuzlinger an diesem Wochenende die Chance, vor eigenem Publikum wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Der Gegner aus Solothurn steht in der Sporthalle Egelsee fast noch mehr unter Druck. Zuletzt kassierte die Mannschaft von Trainer Jürg Lüthi vier Niederlagen in Serie. Der 30:28-Überraschungscoup beim Tabellenführer STV Baden schien den Solothurnern jedenfalls nicht wirklich gut bekommen zu sein. Auf das 28:31 in eigener Halle gegen den BSV Stans folgte ein 20:26 in Möhlin und danach zwei Klatschen zu Hause gegen Stäfa (23:32) und am letzten Samstag in Gossau (27:37). Eine schwierige Situation für Trainer Lüthi, den ehemaligen Präsidenten des HV Herzogenbuchsee, der erstmals in dieser Position auf Nationalliga-Niveau arbeitet. Nach vier Spielen ohne Punktgewinn ist ein Teams zwangsläufig verunsichert. Klarer Topscorer der Solothurner ist der Amer Zildzic mit 43 Treffern. Der 30-jährige Bosnier wechselte auf diese Saison hin vom Absteiger HC KTV Altdorf zur Spielgemeinschaft. Zuvor stand das 1,87 Meter grosse und 92 Kilogramm schwere Muskelpaket auch schon bei GC Amicitia Zürich in der NLA sowie Ademar Leon und Bidasoa in der spanischen Eliteliga Asobal unter Vertrag.

Mit Heimsieg etwas Reserven schaffen
In Kreuzlingen will die SG TV Solothurn die ungenügende zweite Halbzeit gegen Stäfa vergessen machen und an die gute erste Halbzeit gegen denselben Gegner anknüpfen. Die Mannschaft von Cheftrainer Marcel Keller wird sich als auf einen topmotivierten Widersacher einstellen müssen, der weiss, worum es an diesem 9. Spieltag der NLB-Hauptrunde geht. Darüber sollten sich allerdings auch die Thurgauer bewusst sein. Mit einem Vollerfolg im Direktduell könnten sie die Solothurner doch schon um sechs Punkte distanzieren und einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Saisonziel «Klassenerhalt» machen.

Trainer Marcel Keller sollte mit Ausnahme von U21-Nationalspieler und Topscorer Thierry Gasser (mehrwöchiger Sprachaufenthalt in den USA) auf sämtliche Leistungsträger zählen können. Gegen die keinesfalls zu unterschätzenden Solothurner bedarf es in jedem Fall eines starken Auftritts seitens der Kreuzlinger. Der Aufsteiger freut sich, erstmals seit dem Heimsieg über Biel am 28. September wieder einmal vor heimischem Publikum auf Tore- und Punktejagd gehen zu dürfen.

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