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Für die Zukunft der Erde

Kreuzlingen – Die Bewegung «Klimastreik Thurgau» ist zu Gast im Gottesdienst der evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen. Darin möchten dessen Mitglieder das Bewusstsein zum Thema Klima stärken.

(V.l.) Pfarrer Damian Brot, Chorleiterin Claudia Kübler und Simon Vogel von der Bewegung Klimastreik Thurgau. (Bild: Sandro Zoller)

Der Punkt «Bewahrung der Schöpfung» des theologischen Leitbildes der evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen soll mit der Klimastreikmesse vom Sonntag, 1. Dezember, 9.45 Uhr, noch mehr Gewicht bekommen. Und das trotz Gegenwind aus den eigenen Reihen. «Ich musste mir schon anhören, dass die Kirche nur mit der Mode gehe und sie nun zu politisch sei», schildert Damian Brot, Pfarrer der Kirchgemeinde Kreuzlingen, und fügt an: «Und das, obwohl die Schöpfungsgeschichte das erste Thema in der Bibel ist.»

Für die Umwelt
Die Bewegung Klimastreik Thurgau macht gerne mit Krach auf sich aufmerksam. Mit dem Gottesdienst beschreiten sie nun neue Pfade. «In der Messe wollen wir Menschen erreichen, die mit unserer lauten Art nichts anfangen können. Wir zeigen ihnen eine andere Seite von uns», erklärt Simon Vogel seine Strategie. Es wird ein Clip zu Demonstrationen abgespielt und verständlich aufgezeigt, dass die Umwelt in Gefahr ist. «Ich freue mich auf gute Gespräche nach der Messe beim Apéro», sagt Vogel. Auch Personen, die die ganze Sache kritisch beäugen, seien willkommen.

Seit Frühling dieses Jahres hält Klimastreik Thurgau seine Sitzungen in der Boje ab. «Auch wenn es als Experiment angesehen werden kann, ist die festere Zusammenarbeit die logische Schlussfolgerung», erklärt Brot zum gemeinsamen Gottesdienst. Vogel bekräftigte die Worte und fügt an: «Lösungen entstehen nur, wenn die Menschen zusammenkommen und bereit sind zu reden.»

Singen für den Planeten
Damit der Klima-Gottesdienst auch eine musikalische Umrahmung hat, stellte Claudia Kübler den «Generations for future»-Chor auf die Beine. «Musik ist ein wunderbares Medium, um wichtige Botschaften zu übermitteln», sagt die Chorleiterin. Nebst Dankesliedern sind auch «We are the world» und «Bella Ciao» als Klimaversion im Repertoire. Auch wenn die erste Probe vorüber ist, können weiterhin Musikbegeisterte und alle, die Freude am Singen haben noch einsteigen.

Die nächste Probe findet morgen Samstag, 23. November, 9 bis 11 Uhr, im evangelischen Kirchgemeindehaus statt. Der Projektchor steht allen Generationen und Religionen offen. Chorerfahrung ist keine Voraussetzung.

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