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HSCK verliert den NLB-Spitzenkampf

Handball – Im NLB-Spitzenkampf kassiert Aufsteiger HSC Kreuzlingen beim 28:32 (15:16) gegen den neuen Co-Leader STV Baden die erste Heimniederlage der Saison.

Dem HSCK fehlte die Qualität in der Breite. (Bild: HSC)

Die Thurgauer zeigten gegen die aufstiegswilligen Aargauer über weite Strecken eine ansprechende, aber eben keine top Leistung. Eine solche wäre jedoch nötig gewesen, um den Mitfavoriten in die Schranken weisen zu können. Auf Kreuzlinger Seite verdiente sich eigentlich nur Spielmacher Valon Dedaj (elf Tore) eine Spitzennote. Insbesondere seine Rückraumkollegen blieben dagegen hinten den Ansprüchen zurück. Baden hingegen war ausgeglichener besetzt und besass im flinken Topscorer Pascal Bühler (sechs Tore), im 2,04 Meter grossen Malvin Patzack (sechs Tore), mit Josef Zuber (sieben Tore) und Andreas Heyme (fünf Tore) deutlich mehr Breite. Dazu besass Baden mit Marco Wyss (zwölf Paraden) auch Vorteile auf der Torhüterposition.

Nur Auftakt überzeugend
In der Startviertelstunde war der HSC Kreuzlingen noch die bessere Mannschaft und lag mit bis zu drei Treffern vorne. Dies verdankte er in grossem Mass dem pass- und abschlussstarken Spielmacher Valon Dedaj. Baden gelang es in der Folge aber, den Wirkungskreis des kosovarischen Nationalspielers mehr und mehr einzugrenzen. Und seine jungen Nebenleute besassen an diesem Tag nicht die nötige Durchschlagskraft. Die kompakte Gästeabwehr mit dem Mittelblock Patzack (2,04 Meter) und Heyme (1,94 Meter) zwang die Kreuzlinger Rückraumspieler immer wieder zu ungefährlichen Querläufen. Ab der 18. Minute übernahm Baden das Zepter und gab dieses nicht mehr ab. Nach dem 15:16 bei Halbzeit geriet das Team von Cheftrainer Marcel Keller bis zur 41. Minute und dem 19:25 durch Heyme entscheidend in Rückstand. In der Schlussviertelstunde verwaltete Baden den Vorsprung sicher und liess sich auch nicht mehr aus der Reserve locken, als die Gastgeber nochmals bis auf drei Treffer aufschlossen. Am Ende fehlte dem HSCK ganz einfach die Qualität in der Breite, um den neuen Co-Leader noch abfangen zu können. Die Kreuzlinger erwischten in vielerlei Hinsicht definitiv nicht ihren besten Tag und hatten bei sieben Würfen an die Torumrandung sicher auch nicht das nötige Quäntchen Glück. Der 32:28-Sieg für das STV-Team von Trainer Björn Navarin ging am Ende durchaus in Ordnung.

Gastspiel in der Innerschweiz
Für den HSC Kreuzlingen (3. Rang/14 Punkte) geht es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen den heimstarken BSV Stans (8. Rang/11 Punkte) weiter. Das nächste Heimspiel bestreitet er dann am Samstag, 7. Dezember, 18 Uhr, gegen den TV Möhlin.

HSC Kreuzlingen – STV Baden 28:32 (15:16)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Andreoli/Meier.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Baden.
Kreuzlingen: Perez (1.-17./41.-60./6 Paraden), Perazic (17.-41./5 Paraden); Tahirukaj (3), Dedaj (11/2), Wipf, Tsamesidis (2), Bär, Heim (3), Mettler, Kun (3), Singler, Schneider (3), Meisinger, Zeller (3).
Baden: Wyss (1.-60./12 Paraden, davon 1 Penalty), Schoch; Schmid, Wildi, Bühler (6), Biffiger (3), R. Schweizer, Zuber (7), Baumann (3/2), Patzack (6), Heyme (5), Ramsauer, Knecht (2), P. Schweizer.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 3 (51./22:28 Dedaj scheitert an Wyss), Baden 2 von 2.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Gasser (Ausland) und Gyuris (verletzt).

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