/// Rubrik: Stadtleben

Evangelische Kirchgemeinde erwartet Aufwandüberschuss

Kreuzlingen – Die Traktandenliste verspricht eine interessante Kirchgemeindeversammlung. Nebst dem Budget und dem Steuerfuss für 2020 stehen Wahlen, der Nachtragsprojektierungskredit des Kirchgemeindehauses und der nächtliche Glockenschlag sowie die Läuteordnung an.

Die evangelische Kirche in Kreuzlingen. (Bild: archiv)

Die Kirchenvorsteherschaft präsentiert für einmal ein Budget mit einem deutlichen Aufwandüberschuss. Die Begründung hierfür findet sich in den Unterhaltsarbeiten der Liegenschaften, so sind zwei Heizungen komplett zu ersetzen und die Pfarrwohnung an der Kirchstrasse 17 zu renovieren.

Bereits enthalten in den Berechnungen ist die Senkung der Gewinnsteuer der juristischen Personen von vier auf 2.5 Prozent. Zudem basiert der Voranschlag auf 16 Steuerprozenten, was einen Anstieg um zwei Steuerprozente bedeutet. Kreuzlingen gehört auch mit 16 Steuerprozenten zu den Kirchgemeinden mit einem tiefen Kirchensteuerfuss, liegt doch der Kantonalschnitt deutlich über 20 Prozent.

Die Kirchenvorsteherschaft beantragt die Schaffung eines Erneuerungsfonds. Der Unterhalt der Liegenschaften wird die Kirchgemeinde auch künftig beschäftigen. Mit der Äufnung des Fonds können bereits Mittel für den Zweck gebunden werden.

Die Summe von 584.50 Franken für den Projektierungskredit des Kirchgemeindehauses hat nicht ausgereicht, sodass die Versammlung über einen Nachtrag von 70‘354.55 Franken befinden muss. Die Kostenrechnung des Projektierungskredits ging von einer wesentlich geringeren Bausumme aus. Ebenfalls unterschätzt wurde der zusätzliche Aufwand für die Informationsabende und die Botschaft.

Das Thema nächtlicher Glockenschlag Stadtkirche und Klangbild ist wiederum traktandiert, obwohl die Kirchgemeindeversammlung am 20. Januar 2014 den Unterbruch der Zeitangebe abgelehnt hatte. Dies, weil sich heute die Ausgangslage anders präsentiert als 2014. Die Klägerschaft hat im 2017 Klage aufgrund der Lärmemissionen bei der Stadt Kreuzlingen eingereicht. Das darauf hin erstellte Lärmgutachten hält fest, dass die Werte in der Nacht deutlich überschritten sind, sowohl mit dem Viertelstunden- als auch mit dem Stundenschlag. Zu betonen ist, dass hierbei nur die Glockenschläge für die Zeitangabe betroffen sind, nicht das liturgische Läuten mittels Schwingen der Glocken. Mit der Verfügung räumt der Stadtrat eine Frist von drei Monaten ein. So haben die Kirchbürger die Möglichkeit, zu entscheiden, ob der Stundenschlag während den Nachtstunden von 22 bis 7 Uhr beibehalten werden soll, ob die Glocken während den Nachtstunden schweigen, oder ob zusätzlich ein Umbau der Klöppel für die Veränderung des Klangbildes der Glocken in Angriff genommen wird.

Bereits ist das Morgengeläut von 6 Uhr auf 7 Uhr geschoben worden. Dies wiederum hat eine Anpassung der geltenden Läuteordnung zur Folge.

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