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Sanierung und Budget genehmigt

Tägerwilen – Für fast drei Millionen Franken wird das Schulhaus Castell in Tägerwilen saniert. Den Kreditantrag bewilligten die Stimmberechtigten der Schulgemeindeversammlung ebenso wie das Budget 2020 mit einem Verlust von 651’000 Franken.

Das Schulhaus Castell wird einer Sanierung unterzogen. (Bild: Sandro Zoller)

«Das 1984 eingeweihte Schulhaus Castell zeigt nach 35 Jahren erhebliche Gebrauchsspuren», erklärte Schulpräsident Daniel Heidegger am Montagabend den 79 Stimmberechtigten anlässlich der Gemeindeversammlung in der Aula Sekundarschule. Die Schäden seien an der Fassade, dem Sportplatz, der Innenbeleuchtung der Turnhalle und den Nasszellen deutlich zu sehen. «Wir wollen die Elektrik im kompletten Gebäude erneuern und den Brandschutz den heutigen Anforderungen anpassen», erklärte Heidegger weiter. Und die gesamte Beleuchtung werde auf LED umgestellt. «Das Ganze ist nicht ganz billig», sagte er weiter.

Baubeginn am 29. Juni
Die Schulgemeindeversammlung hatte über einen Baukredit von 2,882 Millionen Franken zu entscheiden. Die Frage nach Alternativen zum vorliegenden Projekt habe sich die Schulbehörde auch gestellt, sagte Daniel Heidegger in der Diskussion. «Aber der Anbau einer weiteren Turnhalle an das Gebäude hat sich wegen der Zivilschutzanlage als nicht umsetzbar erwiesen». Die Volksschulgemeinde verfüge zwar noch über eine Parzelle am Hasenweg, doch «die Entscheidung, ob die Wiese für weiteren Schulraum gebraucht wird, überlassen wir kommenden Generationen».

Mit einer Gegenstimme bewilligte die Versammlung den Baukredit. Nun folgen die Baueingabe und das Baubewilligungsverfahren. Noch im November soll, laut Terminplan, die Ausschreibungsplanung erfolgen. Die Ausführungsplanung folgt von Februar bis April, der Baubeginn ist auf den 29. Juni festgesetzt, der Bezug auf den 7. August. Danach folgen die Sanierung des Allwetterplatzes und die Umgebungsarbeiten.

Ertrag steigt weiter
Das im Vorfeld diskutierte Budget 2020 wurde von Behördenmitglied Stefan Keller präsentiert. Es sieht einen Verlust von 651’000 Franken vor. Dies bei einem neuen Steuerfuss von 87 Prozent. «Angesichts des Eigenkapitals von 8,8 Millionen Franken können wir uns dieses Defizit leisten», sagte Keller. Der höhere Aufwand sei mit den steigenden Schülerzahlen zu begründen, meinte er weiter. Ausserdem würden höhere Beiträge an Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien und Informatik bezahlt.

«Die Investitionen 2020 belaufen sich auf 3,272 Millionen Franken, neben der Sanierung des Schulhauses Castell sind vor allem Planungskosten für das Kinder- und Jugendzentrum sowie eine Rampe an der Nordseite der Dreifachsporthalle zu erwähnen». Der Ertrag werde höher prognostiziert, trotz der Steuersenkung um zwei Prozent. Die Behörde rechne mit einer weiterhin steigenden Steuerkraft, so dass im Jahr 2021 mit einer Steuersenkung um drei Prozent gerechnet werden könne. Steuerfuss und Budget wurden anschliessend durch die Anwesenden einstimmig genehmigt.

Kurt Peter

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