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Eine Beiz für Ermatingen

Ermatingen – Das altehrwürdige Mesmerhaus in Ermatingen soll ein Null-Energie Baudenkmal werden. Während die drei Wohnungen im Februar 2020 bezugsbereit sind, feierte das Lokal «Wy&Kafi» bereits am seine Eröffnung. Ein fünfeinhalb Meter langer Holztisch ist der Blickfang schlechthin.

(V.l.) Peter Dransfeld, Marco Grüninger, Markus Geiger und Hans Lareida. (Bild: Sandro Zoller)

«Die noch andauernden Arbeiten des Mesmerhauses kosteten Blut, Schweiss und Tränen», sagte Peter Dransfeld, Architekt und Inhaber des Gebäudes, zur anwesenden Presse. Auf Nachfrage erzählte er, dass ein Lokal in der Anfangsphase nicht im Raum stand.

Aus der Region, für die Region
Auf der Suche nach Gastronomen fand Dransfeld mit Winzer Marco Grüninger, Gastwirt und Kaufmann Markus Geiger und Bäcker-Konditor Hans Lareida die passenden Experten. Damit ging für Lareida ein Traum in Erfüllung. «Schon vor ein paar Jahren hegte ich den Wunsch in Ermatingen ein Lokal zu haben, wo Einheimische nach dem Einkauf oder Spaziergang gemütlich einkehren können. Nebst den vier Hauptverantwortlichen sind weitere acht Personen Teilhaber der «Wy&Kafi» Mesmerhuus GmbH. Zusammen führen sie den Laden hinter und vor der Kulisse.

Von der Idee bis zur Umsetzung
Im Jahr 2013 kaufte der Architekt das 400-jährige Baudenkmal in der Absicht es zu renovieren und Wohnungen zur Miete anzubieten. «Als ich einst im Keller stand, war für mich klar, dass es eine Vergeudung wäre, wenn nur Fahrräder abgestellt werden». Der Gedanke einer Bar nahm erst vor etwa zwei Jahren Form an. Davor warf bereits eine Mittarbeiterin die Idee Null-Energie in den Raum. Die positiv ausgefallene Machbarkeitsprüfung gab dem Projekt Aufwind «Ob es am Ende wirklich ein Null-Energie-Haus wird, steht noch offen», sagte Dransfeld zum Stand der Dinge. Wenn es klappen würde, wäre es eines der ersten Baudenkmäler Europas mit einer Null-Energie Bilanz.

90 Prozent der Holzstrucktur aus dem Jahr 1609 konnte übernommen werden. Im Keller verleiht das Gebälk dem Raum eine geschichtsträchtige Aura, während die moderne Bar und der im Raum stehende Kamin Akzente setzen. Was aber direkt ins Auge sticht, ist der im Dorf hergestellte fünfeinhalb Meter lange Holztisch. Nicht nur die einzige Tafel des Lokals kommt aus der Region, sondern auch die Weine und der Sekt. Lareida nannte als Beispiel den Schaumwein Aurora aus Triboltingen.

Das «Wy&Kafi Mesmerhuus» hat jeweils von Freitag bis Montag von 14 bis 20 geöffnet.

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