/// Rubrik: Artikel | Region | Topaktuell

Begabtenförderung Sport, Musik und Tanz wird neu geregelt

Thurgau – Der Regierungsrat hat die Revision des Rahmenkonzepts «Begabtenförderung Sport, Musik und Tanz in der Volksschule» genehmigt. Die Anpassung wurde nötig, weil es inzwischen neue Möglichkeiten gibt, die Stundentafel für die Begabtenförderung individuell anzupassen.

Das Rahmenkonzept regelt unter anderem Bedingungen für die Aufnahme und die Anzahl Plätze an den Talentschulen. (Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Das Rahmenkonzept regelt unter anderem, welche Beiträge der Kanton und die Schulgemeinden an Angebote zur Begabtenförderung in den Bereichen Sport, Musik und Tanz zahlen, aber auch, welche Bedingungen für die Aufnahme gelten und wie viele Angebote und Plätze maximal zur Verfügung stehen sollen.

Im revidierten Rahmenkonzept findet sich neu ein Abschnitt, der darauf hinweist, dass Schulgemeinden für die Teilnahme an spezifischen Förderprogrammen Abweichungen von der Stundentafel bewilligen können. Unverändert bleibt die Anzahl Standorte von Talentschulen (drei Standorte Musik und Tanz: derzeit Arbon, Kreuzlingen und Weinfelden, sowie fünf Standorte Sport: derzeit Amriswil, Arbon, Bürglen, Erlen und Frauenfeld) und die maximale Zahl der an öffentlichen Talentschulen geförderten Talente. Sie liegt bei 240 Schülerinnen und Schülern. Neu wird bei der Definition der Gesamtzahl jedoch nicht mehr zwischen Sport, Musik und Tanz unterschieden. Die Bestimmungen zu den Finanzflüssen zwischen den Schulgemeinden und dem Kanton bleiben ebenfalls unverändert. Neu wird jedoch explizit erwähnt, dass die Erziehungsberechtigten für die Kosten des Schulwegs verantwortlich sind. Anpassungen gab es bei den Aufnahmeverfahren. Neu wird im Bereich Sport jährlich ein sportmotorischer Test unter Aufsicht des Sportamtes durchgeführt. Zudem wird neu explizit auf die Talent Cards von Swiss Olympic Bezug genommen. Die entsprechenden Sportverbände und -vereine müssen zudem den Verbleib im Programm jährlich bestätigen. Damit gleicht sich das Aufnahmeverfahren im Bereich Sport den Abläufen in den Bereichen Musik und Tanz mit seiner zentralen Aufnahmeprüfung an. Dort bleiben die Bestimmungen unverändert.

Wie bisher können mit privaten Sportschulen wie der Nationalen Elitesportschule (NET) am Talent-Campus der SBW in Kreuzlingen Leistungsvereinbarungen zur kantonalen Unterstützung von Sporttalenten abgeschlossen werden. Die Obergrenze der unterstützten Plätze wurde von heute 40 auf 45 in privaten Talentschulen festgelegt. Für ausserkantonale Angebote stehen maximal 40 unterstütze Plätze zur Verfügung.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.