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Gerüstet für den Notfall

Region – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem Regionalen Führungsstab (RFS) Kreuzlingen, den Spezialisten aus den Gemeinden sowie den Gemeindepräsidien? Dies herauszufinden ist eines der Ziele der Stabsübung, die vergangenen Donnerstag in der Gemeinde Kemmental stattgefunden hat.

Die Spezialisten des RFS orten die Krisenherde. (Bild: zvg)

Ein Spätsommertag auf dem Seerücken um 11.30 Uhr, es giesst wie aus Kübeln, Hagel von bis zu acht Zentimeter Durchmesser fällt vom Himmel. Die Gemeindepräsidien der fünf Seerücken-Gemeinden Wäldi, Raperswilen, Lengwil, Kemmental sowie Langrickenbach beschliessen an einer Telefonkonferenz, den RFS Kreuzlingen aufzubieten. Ein verheerender Sturm mit Starkniederschlag ist der Grund. Die Feuerwehren aller Gemein-den sind am Anschlag und brauchen Koordination. Genau dafür ist der RFS zuständig. Die Zivilschutzregion Kreuzlingen, ein Zusammenschluss von insgesamt 14 Gemeinden, hat eine Vereinbarung mit dem RFS. Dieser basiert auf den fünf Säulen Polizei, Feuer-wehr, Sanität, Technische Betriebe sowie Zivilschutz.

Die an der Übung beteiligten Spezialisten sind an diesem Donnerstag-Nachmittag stark gefordert. Nach der Präsentation der Gesamtlage stellen die Verantwortlichen in Teams die Krisenherde fest und entwickeln innerhalb kurzer Zeit Lösungen. Diese stellen sie den Gemeindepräsidien vor, die schliesslich entscheiden, welche konkreten Aufträge sie dem RFS erteilen wollen.

Ein weiteres Ziel des Notfallszenarios ist es, abzuklären, ob die Abläufe des Zivilschutzes funktionieren. Wie die beteiligten Akteure miteinander interagieren, stellt man im Krisenfall am besten fest. Entscheidende Faktoren zum Gelingen sind der persönliche Kon-takt und die Kenntnis über die örtlichen Begebenheiten. Die verschiedenen Teams, zusammengewürfelt aus Fachleuten der fünf Säulen, Gemeindeverantwortliche und einer Kommunikationsbeauftragten, diskutieren und erarbeiten Lösungsvorschläge. Das gibt Kitt.

Nützliches Training

Am Ende der dreistündigen Übung informiert Stabschef Markus Meile die Anwesenden über die weiteren Massnahmen, die die Gemeindepräsidien zur Bewältigung dieses Szenarios beschlossen haben. «Danke für eure engagierte Mithilfe», windet Meile den Gemeindepräsidien, dem Kernstab und den Fachspezialisten ein Kränzchen. «Ein Hochwasser am Obersee wird uns bei der nächsten Übung beschäftigen», orientiert er mit einem Augenzwinkern bereits über die Pläne von kommendem Jahr. Denn: Ein regel-mässiges Training ist essentiell für die optimale Zusammenarbeit in einem Notfall.

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