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«Sturm und Drang zeichnen ihn aus»

Kreuzlingen – Die Thurgauische Kunstgesellschaft vergibt jährlich den Adolf Dietrich Förderpreis an junge Kunstschaffende mit einer persönlichen Beziehung zum Thurgau. Den 18. Förderpreis erhält der in Kreuzlingen geborene Pablo Walser, der heute in Dresden und Kreuzlingen arbeitet und lebt. Aus den 20 eingereichten Dossier habe die Jury Pablo Walser ausgewählt, weil er «sehr tiefgründige Arbeiten macht, weil er einen grossen Hintergrund besitzt, weil er Themen von der Mythologie bis heute umsetzt», erklärt Richard Tisserand, Kurator des Kunstraumes. Anlässlich der Vernissage am 7. Dezember, 17 Uhr, im Kunstraum, wird der Preis an Pablo Walser übergeben.

Preisträger Pablo Walser zeigt seine Arbeiten im Kreuzlinger Kunstraum. (Bild: Kurt Peter)

«Zwei Wochen lang arbeite ich an der Gestaltung der Ausstellung», meinte der Künstler anlässlich der Medienbegehung. Alle seine Werke, seine Materialien, die Utensilien zur Ausstellung hat er mit dem Auto von Dresden nach Kreuzlingen gebracht. «Der Platz war etwas knapp, aber es ging», meint er rückblickend. Richard Tisserand ist von der Arbeit des 1989 geborenen Künstlers begeistert: »Man sieht, dass in seinen Werken etwas heranwächst, Sturm und Drang zeichnen ihn aus», erklärt der Kunstraum-Kurator.

Walser nehme der Kunst den schönheitlichen Begriff, gebe Botschaften mit, die in seinem präzisen politischen Denken verwurzelt seien.

«Überschäumende Lust am Fabulieren, Erzählen, Verknüpfen, Assoziieren, Irritieren, Collagieren zeichnen Pablo Walser aus, sagt Tisserand. Die Jury zeichnete den Künstler auch deshalb aus, weil «insbesondere seine filmischen Arbeiten einen Einblick in seine vielschichtige Gedankenwelt geben».

Ein verfilmter Liebesroman
Im Kunstraum erstellt Walser ein Setting für Kommunikation mit dem Titel «News fatale». Im Tiefparterre zeigt er seinen neuesten Film «die Abwesenheit der Liebe». Ein, wie er selbst sagt, «verfilmter Liebesroman, in dem dem Thema mit der Negation vielleicht näher kommt, oder auch nicht». Pablo Walser zeigte seine Arbeiten bereits an Ausstellungen in Deutschland Österreich und der Schweiz, anlässlich der Vernissage und Preisübergabe morgen Samstag spricht Ueli Vogt vom Zeughaus Teufen über die «Annäherung an Pablos Welt».

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