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Ungenügende Effizienz kostet Aufsteiger zwei Punkte

Handball – Zum Abschluss der NLB-Vorrunde unterliegt der HSC Kreuzlingen zu Hause dem TV Möhlin mit 29:30 (17:15) und findet sich bei Saisonhalbzeit auf Platz 7 wieder.

Das Team von Cheftrainer Marcel Keller hätte durchaus einen Punktegewinn verdient. (Bild: Mario Gaccioli)

Dreimal in Folge haben die Kreuzlinger in ihrer Aufstiegssaison zuvor noch nie verloren. Die Premiere wurde am Samstag gegen den zuvor punktgleichen TV Möhlin deshalb möglich, weil die Thurgauer bei der Chancenauswertung sündigten. Ansonsten machte das Team von Cheftrainer Marcel Keller vieles richtig und hätten einen Punktgewinn durchaus verdient gehabt. Die Aargauer brachten den Vorsprung nach Zellers Anschlusstreffer in der Schlussminute aber über die Distanz. Auch weil die ansonsten souverän pfeifenden jungen Unparteiischen die Zeitspielregel sehr grosszügig auslegten, bei einer gelben Karte gegen die HSCK-Bank wenig Fingerspitzengefühl bewiesen und so den Einheimischen eine allerletzte Angriffschance verwehrten. Möhlin hatte seinen Sieg am Ende primär seinem überragenden Liga-Topscorer Alexander Velz (15 Tore) und einem in der zweiten Halbzeit starken Keeper Benjamin Blumer (7 Paraden) zu verdanken.

Kreuzlinger Startfeuerwerk
Für die Kreuzlinger war es die dritte vermeidbare Niederlage in Serie. War es beim 34:37 in Stans die ungenügende Defensive, blieb man gegen Möhlin nach der Pause im Abschluss zu wenige präzise. Dies sah zu Beginn noch ganz anders aus, als der HSCK wie die Feuerwehr loslegte und den gegnerischen Trainer beim Stand von 6:2 in der 10. Minute zu einem frühen Time-out zwang. Bis zum 16:12 (27.) konservierten die Thurgauer diesen Vorsprung, um den Gegner vor der Pause aber doch noch auf zwei Treffer aufschliessen zu lassen. Topscorer Alexander Velz und Mischa Wirthlin waren dabei für elf der insgesamt 15 Gästetore besorgt.

Velz macht den Unterschied
Nicht einmal zwei Minuten nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit hatte Möhlin den Rückstand bereits abgetragen. Fortan bewegten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, weil der HSCK mehrere hochkarätige Chancen nicht nützen konnte. Die Gäste führten zwar mehrheitlich, aber nie mit mehr als zwei Treffern. Letztmals schaffte der HSCK acht Minuten vor dem Schlusspfiff den Gleichstand. Der deutsche Liga-Topscorer schoss die Aargauer schliesslich mit zwei verwerteten Penalties und einem weiteren Treffer ins Glück.

Jahresabschluss in Stäfa
Zum letzten Punktspiel des Jahres reist der HSC Kreuzlingen am nächsten Samstag nach Stäfa. Ein Punktgewinn beim Aufstiegsanwärter wird vorausslichtlich nur mit einem Exploit möglich sein. Die Zürcher fanden nach der 29:31-Startniederlage in Kreuzlingen zur erwarteten Durchschlagskraft. Vor allem in der heimischen Frohberg-Sporthalle ist Stäfa eine Macht. In fünf Partien gab das Team von Trainer Philipp Seitle und Goalgetter Armin Sarac noch keinen Punkt ab. Das erste Spiel der NLB-Rückrunde wird um 16.30 Uhr angepfiffen.

HSC Kreuzlingen – TV Möhlin 29:30 (17:15)
Egelsee. – 280 Zuschauer. – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Perez (1.-30./6 Paraden), Perazic (31.-60./4 Paraden); Tahirukaj (2), Dedaj (6/4), Wipf, Tsamesidis (3), Bär (2), Heim (5), Mettler (1), Kun (2), Singler (1), Schneider (3), Meisinger (1), Zeller (3).
Möhlin: Jelovcan (1.-19./2 Paraden), Blumer (19.-60./9 Paraden); Halmagyi, Christen, Meier (3), Csebits (1), Franceschi, Velz (15/6), Lang (2), Kaiser (4), Wirthlin (4), Ulmer (1), Caminada.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 4, Möhlin 6 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Gasser (Auslandaufenthalt) und Gyuris (verletzt).

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