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Wer wird der Thurgauer Immobilien-Mogul?

Thurgau – Zocker können nun um die schönsten Orte im Thurgau feilschen. Das Liechtensteiner Unternehmen Unique Gaming Partners brachte ein Monopoly Thurgau auf den Markt. Es versuchte den Kanton so breit wie möglich auf dem Brett zu präsentieren. Der Bezirk Kreuzligen hat es auf jeden Fall geschafft.

Die Freude, wenn der Gegner die Miete blechen muss. (Bild: Doris Schneider)

Eine Gemeinde zu einem erschwinglichen Preis kaufen, das ist nun für jeden möglich. Zumindest auf dem Spielfeld. Unique Gaming Partners aus dem Fürstentum Liechtenstein hat ein Thurgauer Monopoly auf den Markt gebracht. «Wir haben in den vergangenen Jahren einige Schweizer Regionen umgesetzt und dabei ist die Ostschweiz irgendwie zu kurz gekommen. Mit dem Monopoly Thurgau haben wir diese Lücke endlich geschlossen», sagt Geschäftsführer André Tschumper. Vor dem Thurgau haben sie das Appenzellerland und den Kanton St. Gallen für die Ostschweiz umgesetzt.

Fast alles an den Kanton angepasst
Der Spielaufbau und die Regeln sind die selben wie bei einem herkömmlichen Monopoly. Die Strassen und die Aufgaben-Karten sind im Kanton bekannt. So gibt es Ermatingen zum Preis von 180 Monopoly Dollar zu kaufen. Mit diesem Preis ist Gemeindepräsident Urs Tobler zufrieden: «Das Feld wird jeder Spieler sicher sofort Kaufen, günstiger bekommt man sonst kaum einen schöneren Ort auf dem Spielbrett.» Er freue sich, wenn durch das Spiel das Interesse an der Gemeinde steigt, aber mit einem Ansturm rechne er nicht. Weitere Orte und Aufgaben-Karten aus dem Bezirk Kreuzlingen sind auf dem Brett zu finden. Neben Frauenfeld gehört Kreuzlingen sogar zu den zwei teuersten Feldern auf dem Spielbrett. Die Runden läuft der Spieler jedoch als Hund oder Zylinder und nicht als Apfel – was besser zum Thurgau passen würde. Tschumper ist offen für Neues: «Die Spielfiguren wurden bisher in keiner unserer Editionen der Region angepasst. Das ist vielleicht eine Idee für ein anderes Mal.»

Ideen kamen von Thurgauern
Ob es sich lohnt, eine zugesendete Idee für ein Monopoly umzusetzen, schätzt das Entwicklungsteam der Firma ab. Die Firma finanziere und bringe die Spiele selbst in den Handel. Entscheidet das Team sich für ein «go», geht es mit der Befragung der Bevölkerung los und ein rund zehnmonatiger Prozess beginnt. Fürs Thurgau gab es eine Facebook-Gruppe, in der die Leute ihre Ideen posten konnten. Dem Team sei wichtig gewesen, dass so gut wie jede Ecke des Thurgaus präsentiert ist. «Es gab jemanden, der uns sogar seine Wohnadresse als Spielfeld vorgeschlagen hat», erinnert sich Tschumper und muss lachen. Solche Inputs konnten «leider» nicht berücksichtigt werden. Was sie aber berücksichtigen müssen, sind die Vorgaben vom Lizenzgeber Hasbro Gaming. «Es ist wichtig, dass es am Schluss immer noch klar als Monopoly rüber kommt und das Spielprinzip nicht geändert werden darf», erklärt Tschumper.

In Liechtenstein umgesetzt
Hergestellt worden ist das Monopoly Thurgau im Fürstentum Liechtenstein. «Nun ja. Das gesamte Team der Unique Gaming Partners AG besteht aus Schweizern», sagt Tschumper. Sie haben auch schon ein Monopoly SAC-Hütten der Schweiz entwickelt sowie ein Puzzle von Wilhelm Tell. «Sie sehen unser Herz schlägt für die Schweiz», ergänzt er. Anfang Dezember kam auch eine Mundart Edition der Stadt St. Gallen auf den Markt. Würde sich ein grosses Interesse zeigen, wäre auch ein Monopoly Kreuzlingen möglich.

Seit einem Monat ist das Spiel im Manor und bei Pius Schäfler erhältlich. Die ersten Rückmeldungen aus dem Handel seien erfreulich gewesen und der Geschäftsführer rechnet für das Weihnachtsgeschäft mit einem ähnlichen Erfolg wie in anderen Regionen: «Dort waren wir jeweils zwei bis drei Wochen vor Weihnachten ausverkauft.»

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