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Konstruktive Diskussion an der PHTG

Kreuzlingen – Hochschulrat und Hochschulleitung haben die Mitarbeitenden der PHTG zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen, um offene Fragen zum GFK-Bericht miteinander zu besprechen.

Mitarbeitende haben den Wunsch geäussert, offene Fragen klären zu wollen. (Bild: archiv)

Nach der Veröffentlichung des GFK-Berichts haben Mitarbeitende den Wunsch geäussert, die aus ihrer Sicht noch offenen Fragen im Zusammenhang mit der Trennung vom ehemaligen Prorektor Lehre zu klären. Diesem Anliegen sind Hochschulrat und Hochschulleitung nachgekommen und haben am 17. Dezember in einer offen und konstruktiv geführten Diskussion zu den Fragen Stellung genommen. Rund 60 der 280 Mitarbeitenden der PHTG haben an dem Anlass teilgenommen. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, aber dennoch respektvoll, wurden die kritischen Fragen diskutiert und Lösungsansätze für die künftige Zusammenarbeit erörtert.

Die ersten Themen der Mitarbeitenden betrafen die Frage, warum es am Ende dazu gekommen war, sich von Prof. Matthias Begemann zu trennen und warum er sogar freigestellt wurde. Sie wollten wissen, ob es nicht möglich gewesen wäre, diese Eskalation zu vermeiden, und woran am Ende auch die Mediation gescheitert ist. Besonders wichtig war auch die Frage, auf welcher Basis es gelingen könnte, das angeschlagene Vertrauen in die Hochschulleitung und den Hochschulrat wiederherzustellen.

Der Hochschulrat hat die Gelegenheit genutzt, den Verlauf des damaligen Prozesses aus seiner Sicht zu schildern. Er hat erläutert, welche Überlegungen zu den Entscheidungen geführt haben, aber auch, was er aus heutiger Sicht anders machen würde. Allen Beteiligten wurde bewusst, dass einzelne Aspekte im Rückblick oft anders beurteilt werden. Aber die der Trennung zugrundeliegenden Differenzen, die auch im GFK-Bericht als gravierend beschrieben werden, hatten sich als unüberbrückbar her-ausgestellt. Es wurde ebenfalls deutlich, dass es damals nicht ausschliesslich um einen Konflikt zwischen dem Prorektor und der Rektorin ging. Die übrigen Mitglieder der damaligen Hochschulleitung haben bestätigt, dass sie ebenfalls von diesem Konflikt betroffen waren. Von den teilnehmenden Mitarbeitenden wurde betont, dass es für sie wichtig war, dies von den Hochschulleitungsmitgliedern direkt und offen zu vernehmen.

Den Schwerpunkt des Diskursforums haben die Lehren gebildet, die aus dem Fall gezogen wurden, und die bereits seit einiger Zeit laufenden Initiativen und Massnahmen, um das Vertrauen zwischen den Mitarbeitenden und der Hochschulleitung bzw. dem Hochschulrat wiederherzustellen. Es war offensichtlich, dass verschiedene Verletzungen noch nicht verheilt sind und nach wie vor Ängste existieren. Es wurde betont, dass es noch einige Anstrengungen braucht, um wieder zu einer guten Zusammenarbeitskultur in der gesamten Hochschule zu kommen. Dass das schwierig ist angesichts der gleichzeitig umzusetzenden Einführung einer Matrixorganisation, die zu einer neuen Verteilung von Verantwortung und Kompetenzen führt, haben allen Beteiligten eingeräumt.

Wichtigstes Ergebnis ist die hohe Übereinstimmung in der Beurteilung, dass die Diskussion sehr wert-voll und nötig war und der Dialog zwischen allen Beteiligten in geeigneter Form fortgesetzt werden soll. Konsens bestand darin, dass man Konflikte oder divergierende Meinungen innerhalb und nicht ausserhalb der PHTG bearbeiten will, wofür jedoch eine offene und transparente, hochschulinterne Diskussionskultur nötig ist. Insbesondere war man sich einig, dass es darum gehen wird, am Aufbau des gegenseitigen Vertrauens zu arbeiten und so dazu beizutragen, dass sich die PH Thurgau wieder mit ihren Stärken und Erfolgen intern und extern profilieren kann. Der Hochschulrat wird an seiner nächsten Sitzung die an der Veranstaltung noch offen geblieben Fragen, geäusserten Ideen und Vorschläge eingehend diskutieren und mögliche Umsetzungen prüfen.

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