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Nationalrat Christian Lohr reichte eine Motion ein

Region – Der Thurgauer CVP-Nationalrat Christian Lohr hat eine Motion eingereicht, mit der er sich für eine aktive Förderung von Patient Blood Management durch den Bund stark macht. Dieses Konzept zielt darauf ab, den sparsamen Umgang mit Bluttransfusionen zu fördern und damit die Patientensicherheit zu verbessern. Die Alliance Rouge unterstützt die von zwei Ratskollegen mitunterzeichnete Forderung, die Aktivitäten in diesem Bereich besser zu koordinieren und Patient Blood Management auf nationaler Stufe als Qualitätsindikator anzuerkennen.

Die Motion fordert vom Bundesrat die Schaffung der nötigen Grundlagen, damit Patient Blood Management und andere qualitätssteigernde Behandlungskonzepte bei seinen Bemühungen zur Verbesserung der Qualität unseres Gesundheitssystems berücksichtigt und aktiv gefördert werden. Bild: sabin urcelay / Pixabay

Zusammengefasst fordert die Motion (19.4491) vom Bundesrat die Schaffung der nötigen Grundlagen, damit Patient Blood Management und andere qualitätssteigernde Behandlungskonzepte bei seinen Bemühungen zur Verbesserung der Qualität unseres Gesundheitssystems berücksichtigt und aktiv gefördert werden.

Aufgrund der föderalistischen Struktur ist es in der Schweiz oft schwierig, die Einführung neuer Konzepte zur Verbesserung der Behandlungsqualität auf nationaler Stufe zu koordinieren. So hält der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation vom September 2019 (19.4161) fest, dass er über keine Daten zu den Aktivitäten im Bereich Patient Blood Management verfügt, ohne konkrete Massnahmen zur Beseitigung dieses Missstands vorzuschlagen.

Angesichts der eindrücklichen Resultate, die dank des Einsatzes von Patient Blood Management bereits erzielt werden konnten (vgl. Medienmitteilung des Universitätsspitals Zürich vom 4. September 2019), birgt eine konsequente und beschleunigte Förderung dieser Aktivitäten enorm viel Potenzial. Umso wichtiger erscheint es vor diesem Hintergrund, dass der Bund im Rahmen der nationalen Strategie zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Qualität des Gesundheitswesens dafür sorgt, dass die Aktivitäten der einzelnen Kantone und Tarifpartner besser koordiniert werden – im Sinne der Patientinnen und Patienten sowie zugunsten der Gesundheitskosten.

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