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Neue Tweets aus dem Tierpark

Kreuzlingen – Das Jahr hat kaum begonnen und schon gibt es etwas Neues aus dem Tierpark Kreuzlingen. Die Besucher können neue Singvögel bestaunen und die Voliere wird umgebaut.

Tierparkvereinspräsident Elmar Raschle durfte seinen Lieblingsvogel – den Gimpel – wieder in der Voliere begrüssen. (Bilder: Andrea Vieira)

Die Besucher der Tierpark-Voliere wundern sich vielleicht, weshalb sich so viele neue Vögel den kleinen Platz in der Mitte der Voliere teilen müssen? Keine Sorge, diese beengte Situation hat im März ein Ende. Bis dahin sollte die Umgestaltung der rechten Volierenhälfte fertig sein.

Ohne Trennwände gibt es mehr Platz für die gefiederten Freunde.

Für die neuen Singvögel veranlasste der Tierparkverein, dass im rechten Teil die Zwischenwände verschwinden sollen, sodass die Voliere noch näher an den natürlichen Lebensraum gestaltet werden kann. «Von links nach rechts wird es einen Übergang vom Wasser, zum Feld und zum Wald geben», erklärt Tierparkvereinspräsident Elmar Raschle. Im Gestaltungsplan sei auch vorgesehen, dass die Sicht der Besucher auf die Vögel freier werden soll. Dafür werden die kleine Tanne gefällt und hohe Sträucher ausgerissen. Stattdessen wird ein Findling als Vogelbad hingestellt und im hinteren Bereich entstehen Rückzugsmöglichkeiten aus Althölzern und Schilf. 2018 suchten Ratten die Vögel heim und manch einer endete als Rattenimbiss. Deshalb hatte der Tierparkverein einen Teil des Volierebodens betonieren lassen. Jetzt, mit dem Umbau, beugt der Verein mit einem Netz im Boden vor.

Zwei der neuen Bewohner – das Rothuhn-Paar.

Nur Paarweise haltbar

«Durch die Schaffung eines natürlicheren Lebensraums, erhoffen wir uns Bruterfolge», sagt Raschle. Aus dem Grund, weil Singvögel nicht alt werden und um ab und an einen Vogel zu verkaufen. Zum Beispiel kostete das neue Gimpel-Pärchen 300 Franken. Auch für die anderen Paare musste der Verein Preise in dieser Höhe berappen. Bis auf den Fichtenkreuzschnabel hat jedes neue Vögelchen einen Partner, aber eine Dame sei für den Single bereits auf dem Flug.

«Für die Entscheidung, welche Vögel in die Voliere und zu einander passen, haben wir auf die Erfahrung von Marco Fluri gesetzt», sagt Raschle. Fluri habe bereits beim Umbau einer Voliere im Tierpark Lange Erle in Basel mitgeholfen. Durch seine Kontakte konnten bereits neue Vögel für die Voliere gekauft werden.

«Wir konnten nicht auf die Fertigstellung der Voliere warten, weil wir sonst keine Vögel mehr bekommen hätten», erklärt Raschle.

Der Umbau sollte bis ende März fertig sein.

Es hat sich ausgeuhut

Die alt eingesessenen Zwergohreulen, das Rebhuhn und der Steinkauz haben in Volieren in Zofingen und Buchs ein neues zuhause gefunden. Die Besucher haben die Eulen selten zu Gesicht bekommen, die Fütterung mit Mäusen war aufwendig und die Initianten des Projekts sind abgesprungen – deshalb gibt es keine Eulen mehr. Die anderen zwei fristeten ein Singledasein und hätten nicht zu den neuen Vögeln gepasst. Deshalb wurde auch für sie ein neues zu Hause gesucht.

Die gefiederten Freunde waren etwas kamerascheu. Als Vogel-Stellvertretung zeigte uns deshalb Tierparkvereinspräsident Elmar Raschle, was alles in der Voliere verändert wird. Die Zwischenwände sind bereits gefallen und die restlichen Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Die vorgesehenen neuen Bewohner sind jedoch bereits in einem
kleinen Teil der Voliere eingezogen.

Ziel ist es, die umgestaltete Voliere bis zum ersten Tag des offenen Tierparks, am Sonntag, 5. April, fertig zu haben.

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