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Mehr Raum für die Kinder

Kreuzlingen – Das Wachstum der Bevölkerung in Kreuzlingen, sowie Neuerungen im Lehrplan veranlassen auch die Schule Bernegg zur Anpassung der Gebäudekapazität. Die ressourcenschonende Erweiterung beinhaltet zwei Klassenräume und soll bereits diesen August bezugsbereit sein. Der Souverän kann am 9. Februar darüber abstimmen.

Ralph Huber, Schulleiter Bernegg und Seraina Perini, Präsidentin Schule Kreuzlingen. (Bild: Sandro Zoller)

Der Rahmenkredit zur Aufstockung des Schulhauses Bernegg beträgt 760’000 Franken. Die Investition soll über 33 Jahre hinweg linear abgeschrieben werden. Die geplanten Zimmer sind die logische Antwort auf die demografische Einschätzung, dass in den nächsten sechs bis zehn Jahren mehr Kinder in Emmishofen zur Schule gehen. Die Reorganisation und Ergänzung der bestehenden Räumlichkeiten erlauben zusätzliche Klassen. Die Schulleitung kann zudem den neuen Thurgauer Anforderungen, wie etwa Französischunterreicht in Kleinklassen, bestens nachkommen.

Für mehr Transparenz im gesamten Prozess luden am Dienstag, 14. Januar, Ralph Huber, Schulleiter Bernegg und Seraina Perini, Präsidentin Schule Kreuzlingen zur Pressekonferenz ein.

Zeitzeuge aus den 1960er Jahren
Der Schulhauskomplex Bernegg ist aus den 60er Jahren und ein Zeitzeuge der damals verbreiteten Sichtbetonarchitektur. 2008 erweiterte das Architekturbüro Ryf Scherrer Ruckstuhl Architekten, Kreuzlingen/Zürich, den Bau. Vor kurzem sind Büros, Klassenzimmer und der Singsaal den heutigen Anforderungen entsprechend überholt worden. Diesen Sommer erfahren die restlichen Schulzimmer und Hauptnutzräume eine Sanierung.

Der beste evaluierte Platz
«Wir haben verschiedene Standorte bei der Entscheidungsfindung miteinbezogen. Die Dachterrasse im fünften Obergeschoss hat sich als idealsten Platz herauskristallisiert», sagte der Schulleiter Bernegg. Trotz dickem Nebel bat er nach draussen auf die Terrasse und zeigte nach unten: «Der kindergerechte Aussenbereich ist mit einer respektablen Grünfläche bestückt. Dieses Gut wollten wir nicht antasten.»

Da die Verantwortlichen schon länger eine Erweiterung in Erwägung gezogen haben, wurde die Sanierung des Dachteils zurückgestellt. Dies hat sich als weitsichtige Entscheidung positiv auf die Gesamtkosten ausgewirkt. «Ich will keine Summe nennen, aber die Renovationsarbeiten wären sehr teuer ausgefallen», sagte Huber zu den minimal gehaltenen Ausgaben.

Die statischen Voraussetzungen erfordern eine Leichtbauweise wie etwa eine Stahl-/Glaskonstruktion oder Holz-/Glaskonstruktion. Die Innenausstattung soll schlicht und funktional sein, damit sich die Schüler nicht von zu vielen Eindrücken ablenken lassen, erklärte Huber. «Uns ist wichtig, dass der Lernrahmen stimmt, dazu wird kein Luxus benötigt», fügte Seraina Perini, Präsidentin der Schule Kreuzlingen an.

Straffer Zeitplan
Der sportliche Zeitplan sieht den Baubeginn für den Vorsommer vor. Die geplanten Räumlichkeiten sollen bereits nach den Sommerferien in den Schulbetrieb aufgenommen werden.

Um den neuen schulischen Gegebenheiten in Bezug auf das Lernen nachzukommen, findet ein Wechsel vom Dreijahresstufenmodell zum Zweijahreszyklusmodell statt. «Der Zyklus 1» umfasst den Kindergarten sowie die erste und zweite Klasse und der «Zyklus 2» die Klassen drei bis vier. Alle zwei Jahre wechseln die Schüler die Lehrkraft. Diese können dadurch besser Schwerpunkte setzen und spezialisierter an gewisse Themen herangehen.

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