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Penaltyschwäche kostet Kreuzlinger SPL1-Frauen mögliche Revanche

Handball – Am zweitletzten Spieltag der SPL1-Hauptrunde unterliegt der HSC Kreuzlingen dem Tabellenvierten Thun mit 19:23 (9:11). Zum Abschluss gastiert er am nächsten Samstag bei GC Amicitia Zürich.

Bild: Gaccioli

Wie schon im Hinspiel, das sie hauchdünn mit 31:32 verloren haben, bewiesen die Kreuzlingerinnen auch im Hinspiel gegen den Finalrunden-Teilnehmer Thun, dass man den Top 4 im Schweizer Frauenhandball in dieser Saison einen Schritt näher gekommen ist. Die Heimniederlage gegen die Berner Oberländerinnen war eine der ärgerlichen Sorte, scheiterte die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug doch in allererster Linie an der fehlenden Präzision im Abschluss. Exklatant ist die Penaltyschwäche: Drei der vier Möglichkeiten vom Siebenmeterstrich wurden vergeben. Aus den letzten beiden Spielen sind es bereits sechs von neun! Auch sonst vergaben die Kreuzlingerinnen gegen Thun zu viele hochkarätige Chancen. Zu viele offensive Leistungsträgerinnen erreichten nicht ihr gewohntes Niveau. Ein Lichtblick war hingegen die junge Lea Rothacker, die von der Trainerin erstmals von Beginn weg eingesetzt wurde und das Vertrauen mit drei Treffern aus drei Versuchen rechtfertigte. Auch Kreisläuferin Renata Juhasz bestätigte ihren Formanstieg mit vier Treffern. Ebenso zufrieden sein durfte Ertl Hug mit der Abwehrleistung ihres Teams.

Fehlstart korrigiert

Nach einem missglückten Start (2:6 nach elf Minuten) brachte Topscorerin Isabel Tissekker den HSCK mit drei Treffern in Serie wieder heran. Thuns Trainer Peter Bachmann versuchte sich in der Startphase im Angriff immer wieder mit einer siebten Feldspielerin anstelle der starken slowenische Torfrau Karmen Korenic. Dazu sollen die in Festtagspause verpflichteten beiden neuen Ausländerinnen Viktoria Murgovska (Tsch) und Anna Franková (Un) für mehr offensive Qualität sorgen. Die Hauptrolle in Thuns Angriff bekleidete allerdings die Italienerin Laura Celeste Rotondo, die Nummer 2 der SPL1-Torschützenliste. Bei Halbzeit lag der HSC Kreuzlingen nur deshalb mit 9:11 zurück, weil er alle drei Siebenmeter verschoss.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Aufsteiger vom Bodensee am regelmässigen Finalrunden-Teilnehmer dran. Nach dem 12:13 (36. Minute) blieb der HSCK dann allerdings lange zehn Minuten ohne Erfolgserlebnis, weshalb sich Thun wieder auf drei Treffer absetzen konnte. Diesen Vorsprung verteidigten die Bernerin hartnäckig. Auch in zwei langen Phasen, als sie in doppelter Unterzahl agieren mussten. Da mangelte es den Thurgauerinnen schlichtweg an der nötigen Cleverness und Geduld. Am Ende ging der Vollerfolg der Gäste in Ordnung, weil ihnen insgesamt weniger Fehler unterliefen als dem HSCK und sie zudem in Rotondo (zehn Treffer aus 15 Versuchen) eine überragende Werferin in ihren Reihen wussten. Die Italienerin hatte bereits im Hinspiel mit ihrem Siegestor den Unterschied ausgemacht.

Abschluss in Zürich

Am letzten Spieltag der SPL1-Hauptrunde trifft der HSC Kreuzlingen am nächsten Samstag, 18.00 Uhr, auswärts auf GC Amicitia Zürich. Gegen den Tabellenletzten ist in der Saalsporthalle nichts anderes als ein Auswärtssieg gefordert, um sich so die gute fünfte Position in der nationalen Hierarchie zu sichern. Das Hinspiel hatte das Team von Ertl Hug mit 33:21 klar gewonnen.

Alle Gegner bekannt

Die zweite Saisonphase bestreitet der HSCK dann in der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2, für die seit Samstag alle Gegner bekannt sind. Neben den Ligakonkurrenten Herzogenbuchsee, Winterthur und Zürich wird das 6er-Feld durch die beiden SPL2-Vertreter Leimental BL und Olten ergänzt. Nach den zehn Spieltagen werden die besten vier Teams der Auf-/Abstiegsrunde die Saison 2020/21 in der Schweizer Eliteliga bestreiten.

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