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Deponieprojekt sorgt für Stirnrunzeln

Raperswilen / Wäldi – Das geplante Deponieprojekt in Raperswilen und Wäldi sorgt bei manch Einwohner für Sorgenfalten. Bis ende Monat können die Leute weitere Gestaltungs-vorschläge einreichen.

Links Wäldi und rechts Raperswilen. Auf beiden Seiten werde der Aushubdeponiert. Zusätzlich ist rechts beim ersten Baum ein Amphibien-Weiher geplant.  (Bilder: Andrea Vieria)

«Die Gemeinde verkommt zur Deponie», war die Sorge eines Besuchers. Rund 40 Raperswiler fanden den Weg zur Infoveranstaltung zum Deponieprojekt Sandeggere. Gutes Schuhwerk war gefragt, denn der Planer und der Bauherr klärten am Ort des Geschehens über das Projekt auf. «Ja, irgendwo muss das Aushubmaterial hin», sagte der Bauherr Hermann Dähler. Auf der Gemeindesgrenze von Raperswilen und Wäldi, an der Ermatingerstrasse, in der Nähe des Eichhofes ist die Deponie geplant.

Ökologischerausgleich

Ist die Deponie erst einmal in Betrieb, tummeln sich nicht nur Lastwagen am Waldesrand, sondern auch Amphibien. Neben der Einfahrtstrasse zur Deponie, soll ein Amphibien-Weiher entstehen. Das Bächlein neben der Einfahrtsstrasse soll dazu bis zur Ermatingerstrasse freigelegt werden. «Das mag sein, aber wie sieht es mit der Sicht zum Wald aus», fragte ein besorgter Besucher. Gemäss Plan wird das Aushubmaterial bis zu zehn Meter hoch geschichtet. Dadurch, dass das vorhandene Gelände Dolen hat, sehe man den Wald von der Ermatingerstrasse aus immer noch. Ausserdem gebe es einen 15 Meter breiten Raum zwischen Wald und Deponie. Hochstauden am Bach, Hecken und Wiesen sollen das Heim der tierischen Bewohner noch heimeliger machen. Auf der geplanten Deponie werde nur sauberes Aushubmateriel von Baustellen entsorgt.

Gutes Schuhwerk war gefragt, denn der Planer und der Bauherr klärten am Ort des Geschehens über das Projekt auf.

Enge Strassen, grosse Lastwagen

«Es wird aber mehr gefährlicher Verkehr geben. Zum Beispiel müssen die Lastwagen in Hefenhausen, um durch zu kommen, in der Kurve der Schulstrasse auf die andere Fahrbahn ausweisen», wies ein Besucher hin. Dies sei dem Bauherrn von der migev AG bewusst. Der Hinweis könne in die Projektplanung integriert werden. 15 Lastwagen sind pro Tag geplant, welche die Deponie die nächsten zehn Jahre anfahren.

«Die vielen Lastwagen sind ein Wiederspruch zum neu gegründeten Verein Seerücken-Untersee Kraftgegend. Was sagt der dazu?» Kurz und klar war die Antwort von Dähler: «Die frage ich schon gar nicht.» «Was bringt es unserer Gemeinde?» Die Strasse werde neu gemacht und das Gebiet werde auf ökologischer Sicht verbessert, so der Bauherr.

Zwei Gemeinden, eine Baustelle

Das Bauvorhaben braucht eine spezielle Aushubzone. Die Deponie soll auf der Gemeindesgrenze von Wäldi und Raperswil entstehen. Deshalb müssen die Projektleiter den Aushubzonen-Antrag, bei beiden Gemeindeverwaltungen einreichen. Die Ortsplanung von Wäldi ist bereits abgeschlossen, dort müssen die Leiter die Anfrage separat einreichen. Raperswilen ist mit der Ortsplanung noch nicht so weit, hier werde er noch integriert.

Bis am 31. Januar hat die Bevölkerung Zeit, ihre Ideen in den Gestaltungsplan, der Gemeindeverwaltungen einzureichen. Zu sehen ist der Projektentwurf bei den Gemeindeverwaltungen.

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