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Mit deutlichem Sieg viel Moral getankt

Handball – Mit einem 33:18-Erfolg beim Schlusslicht GC Amicitia Zürich haben sich die Frauen des HSC Kreuzlingen den fünften Platz in der SPL1-Hauptrunde gesichert.

Die Kreuzlingerinnen liessen keine Zweifel offen, wer die Favoritenrolle innen hat. (Bild: Mario Gaccioli)

Es war eine Pflichtaufgabe, die das Kreuzlinger Team um Cheftrainerin Kristina Ertl Hug am 14. und letzten Spieltag der SPL1-Hauptrunde in der Saalsporthalle zu lösen hatte. Die junge Zürcher Mannschaft hatte gerademal eine der 13 Partien gewonnen und zuletzt sechs Mal in Serie verloren. Die Favoritenrolle war damit bei den Thurgauerinnen. Und diese liessen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel aufkommen, wer das Spielfeld nach 60 Minuten als Sieger verlassen wird. Nach dem 2:2 nach gut drei Minuten zog der HSCK stilsicher Tor um Tor davon. Nach 20 Minuten lagen er erstmals mit zehn Treffern vorne, bei Halbzeit mit 19:8.

Vieles ausprobiert
An der Überlegenheit des Bodensee-Teams änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts. Dabei beliess Trainerin Ertl Hug mit Katja Sivka und Selina Weidmann (nur für zwei Penalties) zwei Leistungsträgerinnen während 60 Minuten auf der Bank und setzte auch Topscorerin Isabel Tissekker nur temporär ein. Sie nützte dafür die Chance, allen anderen Spielerinnen sehr viel Einsatzzeit zu ermöglichen. Den jungen Züricherinnen darf zugute gehalten, dass sie trotz des Riesenrückstands (10:30 in der 47. Minute) nie aufgaben. Das wurde mit einer guten Schlussviertelstunde belohnt, die sie sogar knapp im Vorteil sah.

Von einem Überraschungscoup blieb das Team des spanischen Trainers Vincente Cotrina beim 15:33 allerdings meilenweit entfernt. GC Amicitia hat sein Hauptaugenmerk bereits auf die Auf-/Abstiegsrunde gelegt, wo man erneut zweimal auf den HSC Kreuzlingen treffen wird und dann deutlich besser aussehen möchte. Als beste Werferinnen zeichneten sich am Samstag in Zürich die beiden Flügel Anina Veit und Pashke Marku sowie Kreisläuferin Renate Juhasz und Linkshändern Petra Skoricova mit jeweils fünf Treffern aus. Für Zürich traf Topscorerin Johanna Thomas vier Mal.

Als Favorit in die zweite Phase
Als SPL1-Fünfter startet der HSC Kreuzlingen am 8. Februar mit dem Gastspiel in Olten als Favorit in die zehn Spieltage umfassende Auf-/Abstiegsrunde. Um die vier SPL1-Tickets für die Saison 2020/2021 kämpfen neben dem HSCK die SPL1-Teams HV Herzogenbuchsee, Yellow Winterthur und GC Amicitia Zürich sowie die beiden SPL2-Herausforderer HSG Leimental und SG HV Olten. Die Kreuzlingerinnen tun gut daran, ihre Favoritenrolle nicht überzubewerten. Vor zwei Jahren starteten sie ebenfalls als SPL1-Fünfte und mussten am Ende wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Zürich in den sauren Abstiegsapfel beissen. In diesem Jahr besitzt der HSCK vergleichsweise aber deutlich mehr Potenzial und Schlagkraft. Kann er dieses auch abrufen, müsste der angestrebte Ligaerhalt ohne Zitterpartien zu schaffen sein.

GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen 15:33 (8:19)
Saalsporthalle. – 100 Zuschauer. – Sr. Haldemann/Neumann.
Strafen: zwei Mal zwei Minuten gegen Zürich, 1-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Zürich: Leuenberger (4 Paraden), Ligue (2 Paraden), Ennen (1 Parade); Wieland, Rordorf (2), Dünhaupt (3), Aellen, Schenkel, Wolf (1/1), Hartmann (2), Ribeiro de Freitas (2), Flückiger (1), Wehle, Thomas (4/2).
Kreuzlingen: Federau (1.-45./4 Paraden), Stein (45.-60./1 Parade); Skoricova (5), A Veit (5), Tissekker (2), Klein (2), Weidmann (2/2), Rothacker (3), Espinosa (3), Marku (5), Sivka, Juhasz (5), Heinstadt (1).
Penaltystatistik: Zürich 3 von 4, Kreuzlingen 2 von 2.
Bemerkungen: Zürich unter anderem ohne Lüscher, Abegg, Babaja, Dimic, Dormann und Garcia; Kreuzlingen ohne Mayer, Wörner und Plüss (alle krank); Sivka nicht eingesetzt.

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