/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Widersprüchliche Botschaft und falsche Steuerstrategie

Leserbrief – Dr. Marcel Bühler aus Kreuzlingen ist für ein Nein zu den kantonalen Unternehmenssteuern vom 9. Februar.

{Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de)

In der Abstimmungsunterlage wird behauptet, bei einem Nein falle der Thurgau ins Mittelfeld der kantonalen Steuerrangliste zurück. Die Graphik in der Botschaft belegt jedoch das Gegenteil: der Thurgau verbessert sich bei einem Ja vom 14. auf den 11. Rang.

Dieser Wettbewerb ist nicht mehr zielführend. Der Abstand zwischen den Kantonen im Mittelfeld ist so gering geworden, dass wegen Steuerunterschieden kaum ein Unternehmen in den Kanton Thurgau kommen wird. Die Annahme der Steuersenkung führt aber zu massiven Steuerausfällen gerade in den Städten und Gemeinden, die Standort für mittlere und grössere Industriebetriebe sind. Die Folgen sind klar: massive Steuererhöhungen bei den natürlichen Personen.

Der Gemeindepräsident von Bischofszell hat uns deshalb aufgefordert Nein zu stimmen. Der Kanton Aargau hat eine andere Strategie eingeschlagen: er verzichtet auf eine Steuersenkung, ermöglicht aber den Unternehmen deutlich höhere Abzüge für Forschung und Entwicklung. Der technische Fortschritt wird gefördert, ohne Städte und Gemeinden zu belasten. Nur mit einem Nein wird auch der Kanton Thurgau eine bessere Vorlage ausarbeiten.

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