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Kein Weg führt an Smart-City vorbei

Kreuzlingen – Eine Smart-City-Strategie soll auch in Kreuzlingen umgesetzt werden. Der Stadtrat unterstützt ein Postulat und verweist in seiner Stellungnahme darauf, dass eine solche Strategie bereits im Legislaturprogramm 2019 bis 2023 festgelegt ist.

Als städtische Ansprechperson für Smart-City ist Stadtschreiber Michael Stahl zuständig. (Bild: Archiv)

Das Postulat «Umsetzung einer Departements übergreifenden Smart-City-Strategie» von Gemeinderat Daniel Moos und 21 Mitunterzeichnern wurde an der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig an den Stadtrat überwiesen. Der Vorstoss verlangt, dass Handlungsfelder eruiert und langfristige Zielsetzungen mit dem entsprechenden Ressourcenaufwand aufgezeigt werden. Der Stadtrat hielt in seiner Stellungnahme das Postulat «für unterstützungswürdig und stellt dem Gemeinderat den Antrag, diesen Vorstoss anzunehmen». Die Stadt Kreuzlingen verfolge in einigen Themenfeldern die Ausrichtung einer Smart-City.

Digitalisierung hat Potenzial
Als ein Beispiel führt der Stadtrat in seiner Stellungnahme die neue Webseite an. «Durch deren Einführung sollen vermehrt Dienstleistungen online und zu jeder Zeit abrufbar sein», schreibt er. Zudem sei der Zugang von verschiedenen Geräten gewährleistet. Durch die Einbindung von «Guidle» und den entsprechenden Dienstleistungen könnten Veranstaltungen, Informationen und Vereine einbezogen werden. Weitere Serviceleistungen wie die Möglichkeit den Umzug elektronisch zu erfassen, seien ebenfalls integriert.

Im Bereich «Smart Grid» stelle der Umbau der elektrischen Zählerinfrastruktur auf «intelligente Stromzähler» lediglich einen ersten Schritt in der Entwicklung des heutigen Energiesystems zu einem smarten Netz dar. «In der zunehmenden Digitalisierung steckt gleichzeitig das Potenzial, einen kleinen Anteil von Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft gezielter abzudecken», schreibt der Stadtrat. In Kreuzlingen könnten die Parkgebühren an den Parkautomaten per TWINT bezahlt werden, zudem sei das System Parkingpay flächendeckend eingeführt worden.

Vernetzte Lösungen anbieten
Die Erstellung einer Smart-City-Strategie sei ein Ziel, das der Stadtrat im Legislaturprogramm 2019 bis 2023 bereits festgelegt habe. «Bei deren Umsetzung werden die Abteilungen keine isolierten, sondern über alle Bereiche vernetzte Lösungen anbieten». Neben rein materiellen Effizienzgewinnen könne durch eine gemeinsame Strategie ebenfalls ein Erfahrungsaustausch resultieren, von welchem auch die Bürger profitieren könnten. Es gelte zudem, Pilotprojekte zu identifizieren und diese möglichst zeitnah umzusetzen.

Die dritte Forderung des Postulats verlangt die Überprüfung eines Smart-City-Verantwortlichen. «Es stellt sich die Frage, ob der Einbezug einer externen Beratung ausreichend ist, oder ob zumindest eine Projektstelle zu schaffen ist», hält der Stadtrat dazu fest. Als städtische Ansprechperson für Smart-City sei Stadtschreiber Michael Stahl zuständig. Beat Pretali vertrete zudem die Technischen Betriebe im Speziellen. «Beide haben an Fachtagungen teilgenommen und sind in Kontakt mit verschiedenen Netzwerken und Personen, die im Bereich Smart-City aktiv sind». Abschliessend hält der Stadtrat fest, dass «in Anbetracht der Entwicklung unserer Gesellschaft und zur Sicherstellung des Erhalts einer ökologischen und ökonomischen Stadtent-
wicklung kein Weg an der Thematik Smart-City vorbeiführt».

Kurt Peter

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