/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Nein zu einem masslosen Steuergesetz

Leserbrief – Georg Klevenz aus Kreuzlingen sieht keine Vorteile in einer Steuerssenkung und ist daher für ein Nein.

Lerserbrief (Bild: Archiv)

Hat Stadler Rail seinen Sitz im innerrödischen Oberegg statt in Bussnang? Und hat die Mowag die neue Halle im obwaldischen Sarnen statt in Tägerwilen? Und macht sich ein Kreuzlinger Maler im schwyzersichen Schindellegi selbständig, nur weil dort die Steuern niedriger sind?

Natürlich nicht. Denn für produzierende Unternehmen mit realen Mitarbeitern gibt es weit wichtigere Kriterien als nur den niedrigsten Steuersatz: Gut ausgebildete Mitarbeiter, die zu vernünftigen Preisen am Ort wohnen können, lokale Hochschulen, die bei der Forschung helfen, oder eine gute Verkehrsinfrastruktur. Das rechtfertigt auch eine angemessene Besteuerung, denn diese erlaubt lokale Investitionen durch Gemeinden, Schulen und Kirchen.

Jede Steuerreform muss daran gemessen werden, ob sie für den Werkplatz Thurgau und die Beschäftigung hier eine Verbesserung bringt. Die aktuelle Steuervorlage verfehlt dieses Ziel weit. Sie ist verschleudertes Geld, das auf Kosten Aller nur wenigen grossen Unternehmen zu Gute kommt. Die direkten Folgen sind bereits angekündigt: Steigende Steuern in Gemeinden, Schulen und Kirchen. Oder diesen fehlt zukünftig das Geld für lokale Investitionen. Also Nein zu diesem Steuergesetz, damit Raum besteht für eine ausgewogene Lösung.

In Kreuzlingen gibt es noch ein weiteres aktuelles Argument: Sie stimmen als Kreuzlinger Stimmbürger gerade Ja zum Ausbau des Schulhauses Bernegg, weil ihnen die Schulen wichtig sind? Dann stimmen sie bitte Nein zum Steuerpacket, weil ihnen die Schulen ja wichtig sind.

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