/// Rubrik: Stadtleben

«Moderne Arbeitstadt» für Bildung und Start-ups

Kreuzlingen – In Kreuzlingen sollen Start-ups durch Förderung der Stadt wachsen können und die Studierenden und Ausbildungsabgänger müssen in Kreuzlingen gehalten werden. Das fordert ein Postulat der FDP.

Die «alte Molki» könnte laut Postulat ein Standort für Kreuzlinger Start-ups sein. (Bild: Kurt Peter)

An der vergangenen Gemeinderatssitzung reichte Alexander Salzmann im Namen der FDP/CVP/EVP-Fraktion ein Postulat mit dem Titel «Moderne Arbeitsstadt» ein. Zwar habe der Stadtrat im Legislaturprogramm die Themen «Start-up» und «Bildung» erwähnt. Alexander Salzmann geht der Stadtrat dabei allerdings nicht weit genug. «Wir bitten den Stadtrat, sich diesen beiden Themen stärker anzunehmen», heisst es im Postulat.

Kreuzlingen als Standort für Start-ups, so fordern es die Unterzeichner, solle eine Art «Hub» zur Verfügung stellen, in denen entsprechende Räumlichkeiten angeboten werden sollen.

Städtischer Anschub
Die Konditionen müssten attraktiv sein und auch Zusatzleistungen anbieten. «Dazu bedarf es beispielsweise eines Support/Monitoringprogramms in Zusammenarbeit mit den Kreuzlinger Arbeitgebern und der Wissenschaft». Die Organisation soll nach einem städtischen Anschub in eine private Trägerschaft überführt werden. Einen möglichen Standort sieht das Postulat in der alten Molki oder in Freiflächen, die günstig im Baurecht an eine Institution zur Förderung von Start-ups abgegeben werden könnten.

«Die Stadt soll in diejenigen Start-ups konsequent investieren, die einen wesentlichen Beitrag zu einer Smart-City-Strategie leisten. Zudem der gesamten Kreuzlinger Start-up Szene viele Arbeitsplätzen bieten», fordert das Postulat. Dabei soll die Ortsplanung so ausgerichtet sein, dass erfolgreiche Kreuzlinger Start-ups auch in Kreuzlingen wachsen könnten.

Regelmässige Jobbörse gefordert
Ein weiteres Ziel des Postulats ist es, Ausbildungsabgänger und Studierende am Ort halten zu können. «Im Legislaturprogramm wird die Vielschichtigkeit des Bildungsstandorts gelobt, aber leider kein Brückenschlag zum Wohlstand für unsere Stadt gemacht». Viele Studenten gingen nach Zürich für ihr Studium. Die Unterzeichner «glauben, dass wenn Studierende erst einmal in Zürich sind, nicht mehr zurückkommen». Der Stadtrat wird aufgefordert, dies statistisch oder mit Umfragen unter Jugendlichen zu verifizieren und zu ergründen.

Das Postulat fordert weiter, junge Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger im Ort zu halten, zum Beispiel mit einer engeren Zusammenarbeit mit der Konstanzer Fachhochschule und der Universität. Eine regelmässige Jobbörse zeige Studierenden und Unternehmen die Attraktivität des Standortes, heisst es im Postulat weiter. Eine solche Jobbörse solle im Sinn einer Anschubfinanzierung von der Stadt initiiert und dann in eine private Trägerschaft überführt werden.

Das Postulat fordert zudem ein verstärktes Marketing der Universität und Fachhochschule Konstanz an den Kreuzlinger Mittelschulen. «Eine Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure wie Arbeitgeber, Gewerbe, den kantonalen Ämtern und der Konstanzer Hochschulen könnte sinnvoll sein», heisst es im Postulat.

Kurt Peter

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