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Position als Nummer fünf der Schweiz verteidigen

Handball – In ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in die Schweizer Eliteliga hat die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug die Erwartungen erfüllt. Die Hauptrunde beendete sie als Tabellenfünfter. Den Top 4 (Meisterrunde) ist der HSCK einen beachtlichen Schritt näher gekommen. In der Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 geht es nun darum, den Ligaerhalt ohne Zitterpartien zu sichern. Kann die Mannschaft ihr Potenzial abrufen und bleibt man von grossem Verletzungspech verschont, ist der 1. Platz eine realistische Zielsetzung.

Die Kreuzlingerinnen geben alles, damit es beim Kampf um den Ligaerhalt nicht zu Zitterpartien kommt. (Bild: Deuring Photography)

Neben den vier bisherigen SPL1-Teams werden auch die beiden SPL2-Mannschaften von Leimental und Olten ein Ticket für die Eliteliga zu erobern versuchen. Es wird zwischen dem 8. Februar und 25. April eine Doppelrunde (je zehn Partien) gespielt. Die ersten vier Teams spielen in der Saison 2020/2021 in der SPL1/NLA. Im Vorfeld wird hinter dem favorisieren Trio Kreuzlingen/Herzogenbuchsee/Winterthur ein Dreikampf zwischen GC Amicitia Zürich (SPL1) sowie den beiden SPL2-Vertretern SG Leimental und SG HV Olten erwartet. Die jungen Zürcherinnen sind nach dem massiven Umbruch auf diese Saison auch deshalb gefährdet, ihren Platz in der höchsten Spielklasse zu verlieren, weil sie in der SPL1-Hauptrunde in eine Negativspirale geraten sind und auch einiges Verletzungspech zu beklagen hatten. Von den 14 Partien gewann das Team des Spaniers «Ike» Cotrina gerademal eine. Zum Abschluss der SPL1-Hauptrunde setzte es eine 15:33-Heimklatsche gegen den HSC Kreuzlingen ab.

Identische Situation
Vor zwei Jahren war der HSC Kreuzlingen in einer identischen Situation. In der ersten Saison auf Topniveau beendete er die SPL1-Hauptrunde ebenfalls auf dem guten 5. Rang, wobei der Abstand zu den langjährigen Top 4 (Brühl St. Gallen, LK Zug, Spono Eagles und Thun) sowohl punkte- als auch resultatmässig allerdings deutlich grösser war. Danach verschliefen die Thurgauerinnen den Start in die Auf-/Abstiegsrunde und handelten sich so einen Rückstand ein, den sie bis zuletzt nicht mehr wettmachen konnten. Schlussendlich musste der HSCK aufgrund des einstellig schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen Zürich in den sauren Abstiegsapfel beissen.

Alles beginnt wieder bei null
Das soll dem Team von Kristina Ertl Hug in diesem Jahr nicht mehr passieren. Man will den Schwung aus der SPL1-Hauptrunde mitnehmen und von Beginn weg bereit sein, die neuen Herausforderungen anzunehmen. Von den guten Resultaten bis dato kann sich die Mannschaft um die beiden Teamcaptains Isabel Tissekker und Selina Weidmann jedoch nichts mehr kaufen. Alles beginnt wieder bei null. Im Vergleich zu vor zwei Jahren hat der HSCK aber definitiv in jedem Bereich zugelegt. Das Kader ist breiter geworden und verfügt auch über mehr spielerisches Potenzial sowie individuelle Klasse. Gerade in der Offensive liegt die Verantwortung nicht mehr bei zwei, drei Leistungsträgerinnen. Aktuell besitzt das Bodensee-Team mindestens ein halbes Dutzend Spielerinnen, welche die Partie prägen und entscheiden können. Auch defensiv ist der HSCK zuletzt deutlich stabiler geworden. Der Mittelblock hat beachtliche physische Präsenz und mit Miriam Federau sowie Nathalie Wörner verfügt man über ein starkes Duo zwischen den Pfosten.

Auftakt in Olten
Den Auftakt bestreitet Kreuzlingen gegen drei Mannschaften, gegen die im Normalfall gepunktet werden sollte. Am 8. Februar, 16.30 Uhr, trifft der HSCK auswärts auf die SG HV Olten. Die Solothurerinnen werden insbesondere in eigener Halle kein einfacher Gegner sein. Im Kader figurieren mehrere ehemalige SPL1/NLA-Spielerinnen wie Hannah Bopp (ex-Zürich), Ivana Müller-Ravlic und die ehemalige Internationale Nina Van Polanen (beide ex-Zug), welche im bisherigen Saisonverlauf oft den Unterschied ausgemacht haben. Für Olten, das innerhalb von nur zwei Jahren aus der 2. Liga in die SPL2 aufgestiegen ist, ist die Qualifikation für die Auf-/Abstiegsrunde ein weiterer Meilenstein. Im ersten Heimspiel vom 15. Februar, 16 Uhr, empfängt der HSCK dann gleich den zweiten Herausforderer. Die HSG Leimental (Spielgemeinschaft der drei Vereine Binningen, Oberwil und Therwil BL) musste im Frühjahr 2019 nach ihrer bisher einzigen SPL1-Saison sofort wieder in die zweithöchste Liga absteigen. Ersetzt wurden die Baslerinnen durch den HSCK. Die Baslerinnen verfügen mit Aline Mathys und Selina Lorenz über abschlussstarke Offensivkräfte. Für Trainer Thomas Mathys, der nach dieser Saison zurücktritt, wäre der sofortige Wiederaufstieg in die Eliteliga natürlich ein krönender Abschluss.

Die Spiele des HSC Kreuzlingen:
Sa, 08.02./16.30 Uhr: SG HV Olten – HSC Kreuzlingen
Sa, 15.02./16.00 Uhr: HSC Kreuzlingen – HSG Leimental
Sa, 29.02./16.00 Uhr: HSC Kreuzlingen – Yellow Winterthur
Sa, 07.03./18.00 Uhr: HV Herzogenbuchsee – HSC Kreuzlingen
Sa, 14.03./16.00 Uhr: HSC Kreuzlingen – SG HV Olten
So, 29.03./19.30 Uhr: GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen
Sa, 04.04./18.00 Uhr: HSC Leimental – HSC Kreuzlingen
Sa, 11.04./16.00 Uhr: HSC Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich
Sa, 18.04./17.00 Uhr: Yellow Winterthur – HSC Kreuzlingen
Sa, 25.04./16.30 Uhr: HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee

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